05.07.2020 - 10:12 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Neuzugang im Jugendzentrum Weiden

Das Juz Weiden bekommt seit 1. Juli Unterstützung: Im Interview verrät Denise Schatzkowski, worauf sie sich am meisten freut und welchen Herausforderungen sich Jugendliche während der Coronazeit stellen müssen.

Erziehungswissenschaftlerin Denise Schatzkowski (26) ist neu im Juz Weiden und bleibt vorerst für ein Jahr.
von Kathrin Moch Kontakt Profil

Ewald Zenger, Geschäftsführer des Stadtjugendrings Weiden, freut sich über einen Neuzugang im Team des Jugendzentrums. Die 26-jährige Denise Schatzkowski, studierte Erziehungswissenschaftlerin, wird vorerst für ein Jahr die Schwangerschaftsvertretung für Theresa Sowa-Meier übernehmen. "Wir hatten einen Top-Eindruck beim Bewerbungsgespräch", sagt Zenger. Ihre Art, ohne Druck mit den Jugendlichen zu arbeiten und ihre Ideen für das Juz konnten den Vorstand überzeugen. Im Interview mit Oberpfalz-Medien verrät die 26-Jährige nun, auf welche Projekte sie sich im kommenden Jahr freut.

ONETZ: Frau Schatzkowski, stellen Sie sich doch bitte einmal in drei Sätzen vor.

Denise Schatzkowski: Ich bin 26 Jahre alt und habe in Regensburg Erziehungswissenschaft studiert. Danach war ich bei der gfi – der Gesellschaft für Förderung beruflicher und sozialer Integration – angestellt. Jetzt habe ich die Chance für den Job in Weiden ergriffen, weil die Kollegin in Mutterschaftsurlaub gegangen ist. Ursprünglich stamme ich sowieso aus der Gegend, denn ich bin in Weiden geboren. Das Juz hier vor Ort fand ich auch schon immer eine tolle Sache. Mein Freund ist Hobbymusiker und er konnte hier auch schon einige Konzerte veranstalten, von daher kenne ich das Juz gut.

ONETZ: Wie war der Start in Ihren Arbeitsalltag im Jugendzentrum?

Denise Schatzkowski: Ich durfte meine neuen Kollegen schon im Vorfeld kennenlernen. Deshalb hatte ich nicht so viel Panik vor dem ersten Arbeitstag. Ich habe die Kollegen zuerst einfach begleitet. Es gab zwei Einzelgespräche, an denen ich teilnehmen durfte. Ich fand es sehr positiv und erstaunlich, wie sich die Jugendlichen auch mir als Fremde gegenüber gezeigt haben. Die waren sehr offen. Das ist sehr motivierend auf jeden Fall.

ONETZ: Was gefällt Ihnen besonders an der Arbeit mit Jugendlichen?

Denise Schatzkowski: Ich finde spannend, wie diese jungen Persönlichkeiten – die für manche Leute als schwierig gelten – zugänglich werden, wenn man sich ein bisschen Zeit für sie nimmt. Man versucht auch, ihre Perspektive einzunehmen. Ich habe ja schon früher mit Jugendlichen gearbeitet. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie sich öffnen und man ihre Talente entdeckt, wenn man auf Augenhöhe mit ihnen spricht. Und gerade das Juz ist dazu da, dass die Jugendlichen ihre Potenziale entfalten können. Sei es musikalisch oder künstlerisch.

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ONETZ: Welche Herausforderungen müssen Jugendliche aktuell meistern?

Denise Schatzkowski: Viele müssen aktuell durch das Coronavirus zuhause bleiben und haben nicht die Möglichkeit sich zu treffen. Das ist natürlich schwierig für einige. Nicht alle kommen schließlich aus einfachen Familien. Aber wir versuchen natürlich, das Jugendzentrum möglichst bald wieder zu öffnen, dass die Jugendlichen hier wieder eine Anlaufstelle bekommen. Leider ist es noch nicht absehbar wann. Im Moment geht der Kontakt über die digitalen Kanäle: Telefon, Mail, über die Homepage oder auch über Facebook und Instagram.

ONETZ: Gibt es konkrete Projekte, auf die Sie sich im kommenden Jahr besonders freuen?

Denise Schatzkowski: Meine Vorgängerin hat einen Escape-Room angesetzt, das finde ich auch super spannend und würde es gerne machen. Und die Mädchenarbeit ist für mich ebenfalls ein wichtiges Thema. Ich würde zum Beispiel gerne einen Mädchenflohmarkt veranstalten. Ich finde es auch wichtig, mit den Mädchen über das Erwachsenwerden zu reden. Gerade Mädchen werden häufig mit festen Genderrollen konfrontiert und brauchen jemanden der sagt, 'sei so, wie du selbst sein möchtest'. Manchmal ist es für Mädchen schwieriger sich durchzusetzen, da ist also auch ein bisschen Feminismus mit dabei.

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