10.09.2018 - 16:07 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Im NOC ticken die Uhren rückwärts [Video]

Die Uhr für den Bauplan des NOC läuft ab. Eine Digitaluhr im Planungsbüro der Firma Fondara steht auf 190 Tagen, 12 Stunden und 31 Minuten. Steht sie auf Null, soll das neue Einkaufszentrum offiziell eröffnen.

Nicht stolpern! Auf der Baustelle kann es gefährlich werden. Deshalb erklärt Philipp Hlousek den Jungreportern vorher, auf was sie achten müssen.
von Julia Hammer Kontakt Profil

Die Jungreporter werfen einen Blick hinter die NOC-Kulissen. Rund 200 Mitarbeiter – darunter Ingenieure, Bauarbeiter und Planer – arbeiten daran, dass dieser Termin im Frühjahr 2019 auch eingehalten werden kann. Schon zehn Rolltreppen sind fest im NOC installiert, zwei fehlen noch, erzählt Philipp Hlousek von der Firma Fondara. Mehrere Hundert Kilometer Kabel sind in den zahlreichen Wänden und Decken verbaut, Tausende Liter Wasser benötigten die Arbeiter bereits für den Bau des Gebäudes. Auch die eingesetzten Maschinen sind groß: „Beißer und Knabber“ – Spezialbagger, Autokräne und Gabelstapler.

Video: Die Jungreporter erkunden das NOC

Wie viel Strom pro Tag verbraucht wird, könne der Mitarbeiter der Firma Fondara aus München nicht sagen. „Später wird das Gebäude aber eine Hightech-Solaranlage mit Energie versorgen.“ So werde das NOC selbst Strom herstellen. Für den Fall eines Stromausfalles gebe es zudem Notbatterien, damit „auch Aufzüge und die Lichter noch eine gewisse Zeit funktionieren“. Sechs Notausgänge sollen künftig für die Sicherheit der Kunden sorgen. „Große Geschäfte müssen hinten und vorne einen Fluchtweg haben. Bei kleineren Läden reicht einer“, betont Hlousek. Für den Ernstfall gebe es einen fertigen Brandschutzplan.

Das NOC wird seit drei Jahren gebaut. Immer wieder wurde der Eröffnungstermin verschoben. Doch warum? „Archäologen begleiteten das Projekt. Dadurch kam es zu Verzögerungen.“ Auch der Boden sei relativ wasserundurchlässig, so dass das Wasser schlecht abfließen konnte. Hlousek spricht von „feinem Sediment“. Aber warum wurde nicht einfach das alte Hertie-Gebäude umgebaut? „Die heutigen Bauten haben viel mehr Technik. Außerdem war das Hertie sehr viel höher. Heute baut man weniger Stockwerke. Das mögen die Leute lieber.“

Rätsel um mögliche Läden bleibt

Es riecht nach frischem Beton, die Wände sind grau. Von den Decken hängen schwarze, grüne und blaue Kabel. Dazwischen ziehen sich rote Rohre – die künftige Sprinkleranlage für den Fall, dass ein Feuer ausbricht. Die Jungreporter stehen mit orangen Warnwesten und Schutzhelmen im NOC.

Sie erkunden die Baustelle. Das ist gar nicht so ungefährlich. „Immer auf den Boden schauen. Es liegen noch viele Nägel rum. Und eng zusammen bleiben“, erklärt Philipp Hlousek zuvor die Regeln. Künftig sollen 55 Geschäfte und Restaurants auf 14000 Quadratmetern Kunden aus Weiden und der Umgebung in die Innenstadt locken.

„90 Prozent werden von Läden besetzt, 10 Prozent von der Gastronomie“ Praxen und Büros sollen auf 1000 Quadratmetern unterkommen. Das NOC soll von Montag bis Samstag immer von 9 bis 20 Uhr geöffnet sein. Die Verantwortlichen gehen von 15.000 bis 20.000 Kunden pro Tag aus. Die Frage, welche Geschäfte bereits einen festen Platz im NOC haben, will Hlousek nicht beantworten. „Das geben wir erst zwei Monate vorher bekannt.“ 30 Toiletten werden den Kunden künftig zur Verfügung stehen. Auch für Fahrräder soll es genug Platz geben. 80 Radständer – zum Teil überdacht – sollen vor dem NOC stehen. Dann geht es für die Jungreporter an einen ganz besonderen Ort – auf das Dach auf der sechsten Ebene. „Das ist eine einmalige Gelegenheit. Künftig darf hier niemand mehr hoch“, informiert Bengt Hass von der Objektüberwachung. Im Frühjahr 2019 soll das „Leuchtturmprojekt“ eröffnet werden. „Leuchtturmprojekt deshalb, weil das NOC an einem zentralen Punkt in der Stadt liegt und Kunden aus allen Richtungen anlocken soll“, erklärt Hlousek.

Mit dem Auto ins Zentrum von Weiden

Im Planungsbüro erfahren die kleinen Reporter mehr über den Bau des NOC.

Lautes Hämmern dröhnt durch die Räume, der Geruch von Beton liegt in der Luft. Noch ist das Parkhaus am NOC nicht fertig. Doch schon bald soll es 480 Autos Platz bieten. „Die Ein- und Ausfahrt liegen an unterschiedlichen Enden des Gebäudes. So soll sich der Verkehr nicht stauen“, informiert Philipp Hlousek von der Firma Fondara aus München. Für Elektroautos wird es kostenlose Ladestationen geben – auch für E-Bikes. Die stehen allerdings vor dem Haupteingang am Macerata-Platz. Der Lieferverkehr soll den regulären Verkehrsfluss nicht stören. „Deshalb haben wir einen separaten Anlieferbereich eingeplant.“ Dort soll es auch einen speziellen Müllraum geben, „damit der Müll nicht so stinkt und die Kunden belästigt“.

Das Parkhaus wird täglich von 6 bis 23 Uhr geöffnet und für alle Kunden – auch die der Innenstadt – geöffnet sein. „Die Autos können natürlich auch über Nacht stehenbleiben, aber raus kommen sie nicht bis sechs Uhr morgens.“ Es gibt Dauerparkplätze und 15 Behindertenparkplätze. Zwei Aufzüge werden die Kunden von einer Etage in die andere transportieren. Und auch der Weg ins NOC soll bei „jedem Wetter trocken“ möglich sein. „Eine Brücke führt vom ersten Stock des Parkhauses in den ersten Stock des NOC.“ Noch ist der Boden mit Folie ausgelegt. „Der Beton ist frisch. Dadurch verdunstet das Wasser nicht so schnell.“ Die Gebühren werden sich vom restlichen Parkangebot in Weiden nicht unterscheiden. Ob die Parkcard des Stadtmarketing benutzt werden kann, müsse erst noch geklärt werden.

Jungreporter - Wer schreibt hier eigentlich?:

Es ist eine Premiere – nicht nur für die Nachwuchsredakteure. Beim Jungreportertag von Oberpfalz-Medien stöbern die Teilnehmer durch die künftigen Geschäfts- und Restauranträume des Nordoberpfalz-Centers (NOC), erkunden jeden Winkel und staunen über das Ausmaß des gewaltigen Gebäudes.

Die zwölf Nachwuchsreporter Johannes und Martina Kraus, Mia-Sophie Wieder, Anna-Maria Bayer, Lotta Heinze, Marissa Hoffmann, Selina Koller, Nadine Lindner, Hannah Müller, Milayne-Melody Pflaum, Kilian Scholzuk und Elisa Spörl sind zwischen 10 und 13 Jahre alt. In Zusammenarbeit mit dem Ferienprogramm des Stadtjugendrings bekommen die Kinder und Jugendlichen Einblicke in die Arbeit von Redakteuren. Ihre Eindrücke, Erlebnisse und die Interviews mit dem Fondara-Verantwortlichen Philipp Hlousek diskutieren sie nach dem Besuch des NOC in der Redaktion und verfassen einen Artikel.

Die Nachwuchsschreiber waren mit Kameras ausgestattet, mit denen sie alle Facetten des NOC festhielten. Anschließend suchten sie sich die besten Schnappschüsse heraus. Begleitet wurden sie von der Redaktion. Das Ergebnis des Jungreportertags ist dieser Artikel. „Es war ein spannender Tag. Wir haben viel erlebt und gelernt“, lautete das Resümee.

480 Autos sollen ab Frühjahr 2019 in dem Parkhaus Platz finden. Die Jungreporter dürfen schon jetzt einen Blick in das mehrstöckige Gebäude werfen – und die Verantwortlichen mit den wichtigsten Fragen konfrontieren.

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