Wie Vorsitzender Thomas Ebnet beim Indischen Abend im Hörsaalgebäude der OTH betonte, zählt der Verein aktuell 227 Mitglieder aus Deutschland, Schweiz und USA. „Wir sind weltweit aufgestellt.“ Insgesamt organisiere er 1106 Patenschaften. Allein 329 für Kinder.
Besonders stolz zeigte sich Ebnet über die positive Entwicklung des Slumkinder-Programms, das 291 Betroffene unterstütze. "Früher wurden diese Kinder von ihren Eltern zum Betteln und Stehlen geschickt. Heute besuchen sie alle die Schule", sagte Ebnet. "Fünf dieser Jugendlichen haben sogar ein Studium begonnen. Das war vorher nie der Fall."
Priester verteilen Geld
"Hoffnung für Menschen" bezahle Studentenbeihilfen und organisiere Kinderdorfpatenschaften, kümmere sich um Behinderte und Familien. "Das Geld fließt eins zu eins nach Indien." Dort werde es von einem sechsköpfigen Team aus Priestern vor Ort verteilt. Die indischen Pfarrer Edmond, Jerry, Selvan, Felix, Edwin und Remigius legten regelmäßig dem Verein gegenüber Rechenschaft ab.
Alle sechs arbeiteten ehrenamtlich. Der Verein finanziere sich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Das Engagement ziele hauptsächlich auf den Bundesstaat Tamil Nadu. Besonders Kinder, Waisenkinder und Witwen stünden im Subkontinent am Rande der Gesellschaft und könnten sich oft nur über Kinderarbeit und minimale Arbeitslöhne ernähren.
Das Ziel der Oberpfälzer Hilfsorganisation: die Lebenssituation dieser Menschen verbessern, den Notleidenden Mut zusprechen und ihnen eine Zukunftsperspektive ermöglichen. Nach den Prinzipien: Hilfe zur Selbsthilfe und Zukunft durch Bildung. Gegründet wurde "Hoffnung für Menschen" 2004.
"Miteinander teilen"
Eines der Projekte sei die Hilfe zur Existenzgründung. Einmalig würden 400 Euro investiert, als Startschuss für den Kauf von Nähmaschinen, Kühen oder Getreidemühlen. Damit soll es den Menschen möglich sein, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Frei nach dem Motto von Mutter Teresa: "Das einzige, was die Armut beseitigen kann, ist miteinander zu teilen."
Der Abend hatte mit einem gemeinsamen Essen begonnen. Es gab indische Köstlichkeiten. Dann sang Pfarrer Julius John Rose ein indisches Lied. Vorsitzender Ebnet informierte über die Arbeit des Vereins und seine Stellvertreterin Angelika Tauber über die Entwicklung der Kinderdorfkinder. Christian Höllerer, der bei der letzten Reise mit vor Ort war, stellte seine Eindrücke anhand von Bildern und Erzählungen vor. Barbara Loughran-Dietz erläuterte das Projekt "Gebäude für ein Altenheim". Ebnet warb für die Indienreise 2020, für die es noch Plätze gebe.













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