28.04.2021 - 14:39 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Von oben gesehen: Das neue Sportzentrum der SpVgg SV Weiden

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Aus der Vogelperspektive werden die Ausmaße des neuen Sportzentrums der SpVgg SV Weiden richtig deutlich. Noch ist es eine riesige Baustelle. Doch schon Ende Juni soll alles fertig sein.

Die beiden neuen Kunstrasenplätze der SpVgg SV Weiden, von Norden aus gesehen. Im Hintergrund ist das Spardabank-Stadion zu erkennen.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Ja, es ging Zeit verloren. Erst wegen des Fundes einer vermeintlichen Fliegerbombe auf der Baustelle im letzten Herbst, dann wegen miesen Wetters. Das neue Sportzentrum der SpVgg SV Weiden hätte ein paar Wochen früher fertig sein können – aber was hätte das gebracht? Wegen Corona ruht der Spiel- und Trainingsbetrieb derzeit ohnehin – und auch der Termin der feierlichen Einweihung steht in den Sternen. "Da ist noch nichts geplant", verweist Manfred Luber, Projektbetreuer im Verein, auf die derzeitigen Unwägbarkeiten, die der Pandemie geschuldet sind.

SpVgg-SV-Vorsitzender Kurz im Gespräch

Weiden in der Oberpfalz

Wenn der Ball irgendwann wieder rollen kann, dann unter besten, brandneuen Bedingungen. Ende Juni jedenfalls soll die mächtig erweiterte Anlage in nördlicher Nachbarschaft zum Spardabank-Stadion fertig sein. Sie rückt nahe an den Rotkreuzplatz heran, doch andere Zuwegungen als die bisher bekannten sind nicht vorgesehen. Das heißt: Wer zu den neuen Sportstätten will, nähert sich ihnen in der Regel vom Langen Steg.

Zur Anlage des Vereins zählen künftig neben der Arena zwei Kunstrasenplätze, ein Rasenplatz sowie ein Funktionsgebäude mit vier Mannschaftskabinen, zwei Umkleideräumen für Schiedsrichter, jeweils einem Arzt- und Besprechungszimmer sowie zwei Magazinen für Trainingsutensilien. Die Kunstrasenplätze sind mit Kork befüllt und bereits eingezäunt. Zudem erstellt der Verein einen weiteren Rasenplatz in Eigenregie. Die Rechnung für alles andere bezahlt die Stadt Weiden – rund vier Millionen Euro. Wie berichtet, überlässt der Verein ihr im Gegenzug das rund 37.000 Quadratmeter große Gelände des SV Weiden im Stadtteil Stockerhut, damit sie Bauland ausweisen kann. Das Areal der SpVgg SV am Wasserwerk wächst derweil auf 82.000 Quadratmeter.

Der Verein verspricht sich dadurch vor allem neue Perspektiven für die Jugendarbeit. Nach der Pandemie. Die lässt zurzeit noch nicht mal Pläne für Juni oder Juli zu. Für die Einweihung gebe es noch keinen festen Termin, betont Luber. Der Verein will sie unter anderem mit einem großen Tag der offenen Tür feiern. "Eventuell dann im August, wenn's geht."

Auch ein neues Funktionsgebäude ist geplant

Weiden in der Oberpfalz
Blick in Richtung Norden/Rotkreuz-Platz. Fußball (SpVgg SV) und Eishockey (EV/Eisstadion) nähern sich an.
Blick von Süden: Das neue Funktionsgebäude befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Stadion.
Hintergrund:

Die SpVgg SV Weiden und ihr Sportzentrum

  • Gründung der SpVgg im Jahr 1924
  • Erster Tribünenbau am Wasserwerk 1956
  • 2009 Umbau des Stadions nach DFB-Richtlinien – eine Auflage zur Teilnahme an der Regionalliga. 7600 Plätze (6600 Steh-, 1000 Sitzplätze). Die Stadt übernimmt den Großteil der Kosten von 800.000 Euro
  • Insolvenz des Vereins im November 2010. Neugründung als „Spielvereinigung Weiden 2010“
  • Fusion von SpVgg Weiden und SV Detag Weiden im Jahr 2012. Ein Tausch der Liegenschaften in der Stockerhut mit Grund beim Wasserwerkstadion ermöglicht den Ausbau des Sportzentrums
  • 2021 neu am Wasserwerk: zwei Kunstrasenplätze, ein Rasenplatz und ein Funktionsgebäude. Die Stadt investiert vier Millionen Euro in das Areal. (rg)

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