(uz) "Hut ab. Ein absoluter Edelstein im Schätzlerbad", sagte CSU-Stadträtin Dagmar Nachtigall. Und dieses Lob ging bei den Verantwortlichen runter wie Honig. Der Turnerbund weihte am Sonntag seine Beachvolleyball-Anlage im Schätzlerbad ein, die der Verein für die kommenden 100 Jahre vom Schwimmverein gepachtet hat. "Die Plätze gehören uns", sagte Abteilungsleiter Peter Rathgeber.
Bevor die beiden Geistlichen, Stadtpfarrer Peter Brolich und Pfarrerin Stephanie Endruweit den kirchlichen Segen spendeten, stellte Rathgeber den Gästen in einem längeren Rückblick den Ausbauverlauf vor. 620 Tonnen Spezialsand, die alle zwei Jahre gereinigt werden müssten, seien 40 Zentimeter hoch aufgeschüttet worden. Nebenbei seien auch die bereits bestandenen Beachvolleyball-Plätze saniert worden.
Die komplett neu errichtete Dreifach-Anlage entspreche allen Vorschriften des Deutschen Beachvolleyball-Verbandes. Er sprach von einer Mulitfunktions-Hightecht-Anlage, weil hier auch Beach-Soccer, Beach-Tennis und Basketball gespielt werden könne. Im Endeffekt sei alles blitzschnell gegangen, sagte Rathgeber, der besonders den beiden Beachwarten Andi Weiß und Paul Soderer dankte.
Doch zunächst hatte sich die Frage gestellt, ob hier oder auf dem alten Platz beim "Glötznerstüberl" - "sehr eng zwischen den geplanten Wohngebäuden" - gebaut werden sollte. Dank des damaligen Schwimmverein-Vorstands Reinhard Meier und Klaus Kunz habe man sich für das Schätzlerbad, das früher schon einmal auf der Wunschliste gestanden habe, entschieden.
Als Jurist fungierte Rechtsanwalt Christoph Scharf und als Architekt Georg Binner, der am Sonntag mit der Goldenen Verdienstnadel des Turnerbundes ausgezeichnet wurde. Wegen der Folgekosten und des spartenübergreifenden Charakters der Anlage - "Zeltlager für die Jugend, Lauftreff, Basketball" - bat Rathgeber den Hauptverein, Zuschüsse aus dem Verkaufserlös des Turnerbundgeländes locker zu machen. "Ich werde das dem Turnrat vorschlagen."
Es fehle noch an vielem. Das aktuelle Funktionsgebäude sei eine Leihgabe des Schwimmvereins und auch die Umzäunung sei ein Provisorium. Auch Nachtigall versprach Unterstützung durch die Stadt Weiden. Der Stadtverbandsvorsitzende für Leibesübungen, Meier, erklärte, das Schätzlerbad könne nun auch länger als vier Monate genutzt werden, was auch Schwimmvereins-Chefin Ilona Rath-Lux begrüßte. Turnerbund-Chef Bernhard Schlicht sprach von einer Bereicherung für das Bad. Nach dem kirchlichen Segen weihten die Spieler die Plätze mit einem Mixed-Turnier mit acht Mannschaften ein.



















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