13.07.2018 - 11:17 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Politik an Christentum erinnern

Der offene Brief von Dekan Wenrich Slenczka gegen die Abschiebung eines jungen Afghanen wirft die Frage auf: Wie ist es in der Politik um christliche Werte bestellt? Dazu können Politiker aus der Region befragt werden.

Das Diözesankomitee im Bistum Regensburg und KAB Weiden laden zur Diskussion mit Landtagskandidaten ein. Vorgestellt wurde die Veranstaltung (von links) von Diözesankomitee-Geschäftsführer Manfred Fürnrohr, Diözesankomitee-Vorsitzender Karin Schlecht, KAB-Vertreter Hermann Stadler und Betriebsseelsorger Richard Wittmann.
von Siegfried BühnerProfil

(sbü) Unter der Überschrift „Bayern wählt! – Mit den Kandidaten auf Du und Du!“ lädt das Diözesankomitee im Bistum Regensburg zusammen mit der KAB Weiden zu einem Diskussionsabend mit fünf Landtagskandidaten aus der nördlichen Oberpfalz ein. Er findet am Dienstag, 17. Juli, um 19 Uhr im Pfarrheim St. Josef statt und steht allen Interessierten offen.

"Wir wollen von den üblichen Veranstaltungsformaten abweichen", sagt der Geschäftsführer des Diözesankomitees, Manfred Fürnrohr. Die Landtagskandidaten Joachim Hanisch (Freie Wähler), Annette Karl (SPD), Tobias Reiß (CSU), Christoph Skutella (FDP) und Anna Toman (Die Grünen) sollen zunächst ein Ein-Minuten-Statement abgeben. In wechselnden Gesprächskreisen mit allen Kandidaten haben die Besucher dann Gelegenheit, Fragen zu folgenden Themenkomplexen zu stellen: "Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land", "Miteinander der Generationen" und "Christliche Werte in der Politik". Laut Fürnrohr sind dies „Themen, die nicht untergehen sollen“.

Schnell kommt er in der Vorstellung des Veranstaltungsprogramms auf das Thema der christlichen Werte und sagt: „Christliche Werte sollten sich wieder mehr durchsetzen.“ Fürnrohr erinnert auch an die Grundsätze der christlichen Soziallehre, unter anderem Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Dabei müsse man die ganze Welt im Blick haben und eine „globale Solidarität zwischen Arm und Reich anstreben“.

Karin Schlecht, Vorsitzende des Diözesankomitees, bezog für ihr Gremium Stellung zu den Diskussionsthemen. Zu den „christlichen Werten“ merkte sie an, dass „im Zentrum die nach dem christlichen Glauben allen Menschen zukommende Menschenwürde“ stehen müsse. Zum „Miteinander der Generationen“ meinte sie, die sozialen Sicherungssysteme sollten auf Generationengerechtigkeit überprüft werden. Gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, sei ein wichtiger Zukunftsauftrag. Im Bereich Wohnen geht es um mehr Sozialwohnungen in den Städten, Förderung von Umgestaltung und Nutzung bestehender Leerstände in Ortskernen und „Umbau vor Neubau“. Weitere Stichworte dazu sind in den Städten preiswerte und auf dem Land flexible ÖPNV-Angebote, flächendeckender Breitbandausbau, Aufrechterhaltung der Nahversorgung auf dem Lande und vermehrte Erholungsräume in den Städten. Moderator des Abends ist Betriebsseelsorger Richard Wittmann.

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Kommentare

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Heinz Rahm

Man sollte sich bei der "CSU" nicht auf das "C" fixieren. Wenn man Christ ist, kann man nicht heute so reden, morgen das Gegenteil verkünden und übermorgen wieder zum heutigen "Gerede" zurückkehren. Herr Seehofer hat sich in den letzten Jahren sowieso völlig unglaubwürdig gemacht, da kann auch Herr Söder mit seiner sehr durchsichtigen "Kreuz"-Aktion nichts mehr geradebiegen. Aber es wird viele Wähler geben, die stört das sicher überhaupt nicht. Ich war jahrelang Mitglied in dieser Partei, da knabbere ich immer noch daran. Aber es gab halt auch einen soliden Herrn Beckstein. Und die Kirchen sollten auch vorsichtig sein mit ihren Äußerungen. Wer Kreuze verschämt verstecken muss, um sich bei anderen Religionen "lieb Kind" zu machen, der macht sich mit seiner "christlichen Einstellung" mehr als unglaubwürdig. Wenn er überhaupt eine solche hat ...

13.07.2018

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