Zivilcourage bewiesen im Juli Michael und Mike Hildebrandt aus Weiden. Für ihren Einsatz wurden Vater und Sohn am Montag von der Polizei gewürdigt. Die beiden hatten am 5. Juli eigentlich nur in einem Technikmarkt in Weiden einkaufen wollen. Doch bereits, als sie auf den Parkplatz fuhren, kam ihnen etwas merkwürdig vor: Ein Fahrzeug, das in der zweiten Reihe parkte und in dem zwei Personen offenbar den Eingang des Marktes beobachteten, stach Vater und Sohn sofort ins Auge. So beschreibt es Polizeisprecher Jürgen Strauß in einer Pressemitteilung.
Ihr Bauchgefühl habe Michael und Mike Hildebrandt gesagt, dass etwas nicht stimmen konnte, weshalb sie das Auto beobachtet hätten. "Nur wenige Augenblicke später kam eine männliche Person aus dem Markt gesprintet und suchte rasch das Weite", heißt es in der Mitteilung. Der Flüchtende sei in das wartende Auto gestiegen und davon gefahren. Vater und Sohn hätten nicht lange gezögert und das Fluchtauto verfolgt. "Parallel dazu verständigten sie die Polizei und gaben stets an, wo sie sich gerade befinden würden. So war es für die Beamten ein Leichtes, das Fluchtfahrzeug nur wenig später anzuhalten und die Insassen einer Kontrolle zu unterziehen", beschreibt Strauß den Fortgang. Wie sich herausstellte, hatte der Flüchtende im Technikmarkt Waren im Wert von knapp 1600 Euro mitgehen lassen und wollte sie zusammen mit seinen Fluchthelfern in Sicherheit bringen.
Für ihre couragierte Unterstützung erhielten Vater und Sohn am Dienstag aus den Händen von Inspektionsleiter und Polizeidirektor Klaus Müller ein Dankschreiben des Polizeipräsidenten Norbert Zink, verbunden mit einer kleinen Zuwendung. "Ein couragiertes Einschreiten, wie aus dem Lehrbuch", lobten sie die Helfer aus Weiden.















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