Einen Schaden von fast 46.000 Euro fügte ein 38-Jähriger der Deutschen Post und anderen Unternehmen zu. Als Zusteller scannte der Kroate angekommene Pakete über Jahre hinweg nicht ein und verhökerte den Inhalt – teure Smartphones der Marken Apple und Samsung – an Unbekannte. In 30 Fällen handelte der ledige, in Weiden wohnende Mann so, bis ihm, nach einer Anzeige der Post im Januar 2025, die Kriminalpolizei auf die Spur kam. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten zehn bis 20 Handys und zahlreiche Spuren, die auf seine Taten hinwiesen. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht am Donnerstag wiederholte Rechtsanwalt Dominic Kriegel im Namen seines Mandanten dessen Geständnis, das er bereits im Ermittlungsverfahren abgelegt hatte. Letzteres rechnete Staatsanwalt Andreas Falk dem nicht Vorbestraften hoch an und forderte zweieinviertel Jahre Freiheitsstrafe. Verteidiger Kriegel hielt ein Jahr und neun Monate auf Bewährung für angemessen. Co-Verteidiger, Rechtsanwalt Rouven Colbatz, schloss sich dem Plädoyer Kriegels weitgehend an und betonte, dass der Angeklagte sich sofort nach der Entlassung aus der sechswöchigen U-Haft wieder Arbeit gesucht habe und versuche, seine Schulden zurückzuzahlen. Die Schöffen und Richter Hans-Jürgen Schnappauf verurteilten den Angeklagten wegen 30 Fällen des Diebstahls zu zwei Jahren auf Bewährung plus 1500 Euro Geldauflage. Zudem muss der Weidener 28.770 Euro zurückzahlen.
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