05.09.2018 - 18:17 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ring frei für Weidener Wrestler "Lazar"

Die Menge tobt, muskulöse Kämpfer zwingen ihre Gegner mit brutal wirkenden Würfen auf den Boden. Wrestling ist ein Sport für "ganz Harte" - so wie den Weidener Kevin "Lazar" Lawrow. Der Wahlberliner will zum "Battlefield Match".

Wille, Kraft und ein großer Lebenstraum: der gebürtige Weidener Kevin „Lazar“ Lawrow will als Wrestler weltweit in den Ring steigen.
von Julia Hammer Kontakt Profil

(juh) "Wenn du denkst, dass du jemand bist, hörst du auf jemand zu werden." Ein Satz, der für dem gelernten Bürokaufmann Kevin Lawrow zu einer Lebenseinstellung geworden ist. Ein Credo, das ihn immer wieder zu Höchstleistungen antreibt. "Meine Trainer Ahmed Chaer und Crazy Sexy Mike in der GWF-Wrestling-School sagen mir das immer wieder - und sie haben damit recht." Wrestling fasziniert den heute 27-Jährigen schon lange. 1993 kommt er das erste Mal mit dem Sport in Berührung. "Mein Bruder hat sich die Word Wrestling Federation auf VHS aufgenommen. Ich habe mir die Tapes 1000 Mal angeschaut. Da war mir klar: Eines Tages werde ich auch in einem Ring stehen", erinnert er sich. Doch erst durch seinen Umzug nach Berlin erfüllt sich dieser Traum. Durch einen Facebook-Post wird er auf die German Wrestling Federation (GWF), eine der größten Wrestling-Promotions Deutschlands mit 60 Wrestlern aus der ganzen Welt, aufmerksam. Einige Wochen später hat er die Möglichkeit, sich bei einem Probetraining in der GWF-Schule zu beweisen - und überzeugt. Lawrow wird Mitglied des Verbandes.

Wenn der 27-Jährige in den Ring steigt, dröhnt "Lazar" durch die Hallen. Sein Künstlername. "Das ist abgeleitet von Lazarus beziehungsweise dem Lazarus-Phänomen - der scheinbaren Auferstehung." Wrestling fasziniert den Athleten aus vielen Gründen. "Nicht nur die Kämpfe im Ring können atemberaubend sein. Auch der Einzug zur Musik oder die Stimmung unter den Fans sorgen für eine tolle Atmosphäre." Doch der Weg zum Erfolg ist hart. Vier Mal pro Woche trainiert der Wahlberliner im Fitnessstudio, drei Mal mit seinen Trainern. "Für einen Wrestler kommt es aber nicht nur auf Kraft, Körperbeherrschung und Athletik an. Ich würde fast behaupten, dass Motivation und Wille an erster Stelle stehen. Die Entwicklung eines Wrestlers bleibt niemals stehen." Und Lawrows starker Wille zahlt sich aus. "Mein größter Erfolg war die Teilnahme an dem Format ,Who's Next', in dem Rookies aus der ganzen Welt die Chance auf einen Stammplatz in den Hauptshows der GWF haben. Leider bin ich in Runde eins gescheitert, aber das hat mich nicht davon abgehalten, hart für meinen nächsten Kampf zu trainieren." Und für den braucht "Lazar" Unterstützung. "Ich möchte am Battlefield Match teilnehmen und mit einem Sieg beweisen, dass ich die Zukunft des deutschen Wrestlings bin." Noch bis Donnerstagnacht können Fans ihn bei einem Internetvoting in den Kampf bringen.

Weidener Kevin Lawrow will zu Battlefield 2018:

30 Teilnehmer, ein Sieger. Und genau der möchte Kevin „Lazar“ Lawrow werden. Der gebürtige Weidener will als Wrestler beim Battlefield am 8. September im „Huxley’s Neue Welt“ in Berlin antreten. Die Regeln sind schnell erklärt.

Jeweils zwei Kämpfer treten im Ring gegeneinander an. Alle 90 Sekunden läuft ein Countdown und ein weiterer Teilnehmer darf den Ring betreten – so lange, bis alle 30 Teilnehmer gestartet sind. Wer über das oberste Ringseil geworfen wird oder mit beiden Beinen den Hallenboden außerhalb berührt, ist ausgeschieden. Auf den Gewinner wartet im Dezember „die Chance seines Lebens“, betonen die Organisatoren. Denn er darf den amtierenden GWF World Champion zu einem großen Showdown herausfordern. Noch bis Donnerstagnacht, 6. September, können Fans unter www.gwf-wrestling.com/whos-next für Lawrow abstimmen und ihn so zu den Battlefields bringen.

Hier geht es zum Onlinevoting

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