09.07.2019 - 15:29 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Schätzlerbad: Security soll Vorgaben lockern

Eine Frau empört sich bei der Taschenkontrolle durch die neue Security am Montag beim Einlass im Schätzlerbad. "Recht hat sie", sagt Schwimmvereinsvorsitzende Ilona Forster tags darauf - und rudert bei den Sicherheitsvorkehrungen zurück.

Sie dürfen trotz der Taschenkontrollen weiter mit rein ins Schätzlerbad: Baby-Gläschen und offene Flaschen, sofern sie nicht aus Glas sind. Darüber freuen sich Sabrina Binder und ihr Sohn Levi (2), der sich am Dienstag im Bad die Früchte aus dem Glas schmecken lässt.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Pochte der neue Security-Dienst doch nicht nur darauf, dass die besagte Frau als Badegast keine Glasflasche mitbringt. Sie sind wegen der Verletzungsgefahr verboten. Zudem verlangte der Sicherheitsdienst von den Badegästen, um das Einschleusen von Alkohol zu verhindern, nur noch original verschlossene Plastikflaschen mit ins Bad zu bringen. "Aber das ist ein Irrtum", sagt Forster und rudert damit zurück.

So liefen die ersten Taschenkontrollen

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Offene Plastikflaschen nun doch erlaubt

Natürlich dürften offene Plastikflaschen mit ins Schätzlerbad gebracht werden. Auch die Gläschen mit Baby-Nahrung seien selbstverständlich erlaubt. An manchen Badetagen wärme Forster selbst zig dieser Fläschchen in ihrem Restaurant am Weiher für die Gäste auf. "Wir wollen schließlich ein familienfreundliches Bad sein."

Doch woher rührt dieser Irrtum? Forster räumt ein, dass es Abstimmungsprobleme mit dem Sicherheitsdienst gegeben habe. "Das Personal muss erst auf unser spezifisches Objekt geschult werden", sagt Forster. Das habe der Schwimmverein versäumt. Und so wendeten die Security-Männer am ersten Einsatztag am Montag die Kriterien an, die bei Veranstaltungseinlässen üblich sind. "Wir hier im Schätzlerbad brauchen aber eine Sonderregelung." Konkret heiße das, stichprobenartige Taschenkontrollen genügten, offene Plastikflaschen sind erlaubt, Baby-Gläschen ebenfalls. Bei Hochbetrieb müsste ein Security-Mann auch mal durchs Bad gehen. "Präsenz zu zeigen, ist wichtig."

Schätzlerbad oft Vorreiter

Das sahen viele Besucher am Montag bei den Taschenkontrollen ähnlich, die meisten nahmen's locker, einige begrüßten die Vorkehrungen ausdrücklich. "Aber es gibt auch viele heftige Reaktionen", sagt Forster. Aber das Schätzlerbad mit 18 Hektar und damit größtes Freibad in der Region müsse eben auch sauber gehalten werden. Eine Mammutaufgabe. Und wehe, es werde eine Glasscherbe irgendwo im Gras abseits des Weihers übersehen. "Das kann böse Folgen haben. Wir tragen hier Verantwortung." Der wolle der Schwimmverein nun eben zusätzlich mit Hilfe der Security gerecht werden. "Wir gehen da voran." Ähnlich wie größere Freibäder das anderswo auch tun. Zu wünschen sei es den kleineren Bädern nicht, dass sie auch irgendwann in diese Richtung handeln müssen. "Sollte es aber so kommen, dann werden die anderen Bäder mit Security kein Akzeptanzproblem mehr haben, weil wir vorangegangen sind."

Warum's den Sicherheitsdienst braucht

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