27.09.2020 - 10:16 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Schockanrufe": 60.000 Euro für angebliches Unfallopfer gefordert

Dieses Vorgehen ist schlichtweg gemein und verbrecherisch. Mit sogenannten "Schockanrufen" versucht eine Unbekannte Weidener Bürger zur Zahlung von hohen Summen zu erpressen.

Bei der Weidener Polizei melden sich mehrere Bürger, die von einer Frau zur Zahlung einer hohen Summe erpresst werden.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Dieses Vorgehen ist gemein und verbrecherisch. Mit Schockanrufen" versucht eine Unbekannte Weidener zur Zahlung von hohen Summen zu erpressen. Am Freitag in der Mittagszeit gingen bei mehreren Bürgern diese Schockanrufe ein, berichtet die Polizeiinspektion. Gegenüber den Angerufenen gab sich eine Frau als Polizeihauptkommissarin oder Kriminalrätin aus und teilte mit, dass der Sohn oder die Tochter einen selbstverschuldeten Verkehrsunfall hatte, bei dem eine Person getötet worden sei.

Der Sohn/die Tochter befinde sich in Haft und könne nur nach Hinterlegung einer Kaution in der Höhe von bis zu 60 000 Euro auf freien Fuß gesetzt werden. Glücklicherweise durchschauten die mutmaßlichen Opfer die Masche und verständigten die Polizei. Die Beamten weisen darauf hin, dass weiterhin mit diesem "Modus Operandi" zu rechnen ist. "Die Anrufe gestalten sich sehr professionell, da im Hintergrund immer eine weinende Frau zu vernehmen ist. Dadurch werden die Opfer in eine emotionale Stresssituation versetzt und hinterfragen den Sachverhalt nicht mehr, sondern wollen ihren Kindern verständlicherweise helfen." Die Polizei bittet: "Sollten sie einen solchen Anruf erhalten, wenden sie sich bitte an ihre zuständige Polizeidienststelle, wo im Zweifelsfall abgeklärt wird, ob tatsächlich ein Unfall vorliegt oder nicht."

Noch Glück im Unglück haben zwei junge Autofahrer.

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