30.07.2019 - 17:11 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Schreiner-Nachwuchs zeigt erste Werke

"Die Schreiner können zu Künstlern aufsteigen", glaubt der Chef der Berufsschule. Erste Kostproben dieser Kunst präsentiert der Nachwuchs in der Berufsschule.

Schreiner-Azubis zeigen in der Berufsschule ihre Produkte aus Holz - kleine Treppen, Holzprodukte für den Außenbereich und Werkstoffe aus unterschiedlichen Produkten in Kombination mit Holz bis hin zu Einrichtungsgegenständen.
von Reinhard KreuzerProfil

Schon seit elf Jahren zeigen angehende Schreiner am Ende des Berufsgrundschuljahres, was sie gelernt haben. Fachlehrer Hans Maurer erinnerte Eltern, Gäste und den Lehrer daran, dass der CNC-Raum 2008 erstmals zum Ausstellungsraum umfunktioniert worden war. Inzwischen sind weitere Maschinen hinzugekommen. Heuer gab es eine neue Formatkreissäge mit digitalem Bedienfeld, ferner Furnierpresse, Tischfräse und Bandsäge. „Damit konnten wir die praktische Ausbildung für unsere Schüler mit einem komplett neuen Maschinenpark unterstützen", sagte Maurer. "Er entspricht dem aktuellen Stand der Technik.“

Vor elf Jahren hatte Abteilungsleiter Helmut Meier die Idee, ausgehend vom neuen Lehrplan, der auf die Lernfelder und Projektmöbel umgestellt worden war. Schreiner-Azubis entwerfen seitdem ihre eigenen Möbel, Krönung ist das "Team-Möbel" am Ende des Berufsgrundschuljahres. Die Jüngsten präsentierten einfache Produkte aus dem Lernfeld 1 wie Untersetzer und Wandblumenhalter. Das nächste Lernfeld beinhaltet schon Holzprodukte für den Außenbereich und schwierigen Wettereinflüssen, eingebunden sind Plexiglas und Aluminium. Im dritten Zweig galt es, eine Treppe im Verhältnis 1:2 herzustellen. Schwieriger wurde es bei den Trockenbaukonstruktionen, hier galt es, die Verkleidung einer Wand schalltechnisch zu verarbeiten. Zum Schluss stellten die Absolventen Produkte aus verschiedenen Werkstoffen zusammen und planten einfache Einrichtungsgegenstände im Team.

Beeindruckend war für Landtagsabgeordnten Stephan Oetzinger, was die Schüler mit handwerklicher Raffinesse geleistet hätten. Angesichts des handwerklichen Fachkräftemangels sei diese Ausbildung eine große Chance. Grüße auch des Oberbürgermeisters überbrachte Stadtrat Alois Schinabeck.

Schulleiter Josef Weilhammer unterstrich, dass die Schule die Jugend auch in Zukunft die Jugend fördern müsse. „Die Schreiner können zu Künstlern aufsteigen, sie haben einen Eliteberuf und können sich doch in alle Richtungen austoben." Obermeister Wolfgang Seifried von der Innung sagte, dass er vor 35 Jahren gelernt habe. Damals seien 120 Schüler im Beruf ausgebildet worden. Jetzt seien es 20, die eine Lehre beginnen, und 10 kämen ins neue Berufsschulgrundjahr.

Die Gäste konnten die Produkte und Möbelstücke betrachten. Die Schüler erläuterten Aufbau, Gehrung, Falzverbindung, Zinkung und Gratung. Dazu servierten sie Sekt und Häppchen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.