Social Media als Teil der Ausbildung bei Oberpfalz-Medien

Weiden in der Oberpfalz
12.09.2022 - 09:33 Uhr

Bei Oberpfalz-Medien kümmern sich die Auszubildenden weitestgehend selbstständig um den Auftritt des Unternehmens auf Instagram und TikTok.

Montagmorgen, 11 Uhr. Langsam wieder komplett wach werden und in den Arbeitsmodus kommen nach dem Wochenende? Nix da! Bei Oberpfalz-Medien geben die Azubis gerade jetzt richtig Gas. Es ist Zeit für Instagram und TikTok.

Welchen Post machen wir am Dienstag oder Mittwoch, welchen kommenden Montag? Etwas von der sommerlichen Eis-Tournee im Verlagsgebiet muss auf jeden Fall online gehen. Und vielleicht gegen Ende der Woche ein "Behind the scenes" von aktuellen Video-Dreh. Wofür eignet sich vielleicht ein Reel und was packen wir aktuell in eine Story? Gibt's einen TikTok-Trend, den wir auch in unserem Haus umsetzen können? Um all das kümmert sich der Nachwuchs von Oberpfalz-Medien seit gut dreieinhalb Jahren im "Insta-Squad", einem abteilungsübergreifenden Azubi-Team weitgehend eigenverantwortlich und selbstständig, erzählt Magdalena Raß. Auch den Namen haben die Azubis selbst gewählt.

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Inhalte direkt aus der Zielgruppe

Die Teamleiterin der Abteilung Medienproduktion, Social Media und Produktentwicklung begleitet gemeinsam mit Azubi-Betreuerin Anna Dagner zwar den Nachwuchs des Medienhauses im Projekt, hält sich aber ganz bewusst zurück. "Wir greifen so gut wie nie steuernd ein", erzählen die beiden. "Wir schauen, ist alles OK, passt es beispielsweise zu unserer Dachmarke Oberpfalz-Medien? Aber dann ist es auch genug." Schließlich sollen die Azubis sich einbringen, eigene Ideen entwickeln und umsetzen. Ein eigener Filter oder eigene GIFs? Ja, klar doch! Alles, was die Plattformen an Werkzeugen hergeben, wird getestet und genutzt.

Wenn die Neuen Azubis jetzt ihren Onboarding-Prozess hinter sich haben, wartet vielleicht als eines der ersten Projekte die Entwicklung eines eigenen OM-Farbfilters. Diskutiert hat das Insta-Squad das Thema Anfang August jedenfalls schon mal. Und dabei auch festgestellt: "Es ist ja höchste Zeit für die 5 Tipps zum ersten Arbeitstag. Das müssen wir auch noch machen, bevor im September die neuen Azubis und auch einige weitere neue Mitarbeiter kommen."

"Social Media ist ein Thema, das bei unseren Azubis zur täglichen Routine gehört", sagt Magdalena Raß. "Sie sind unsere Trendscouts." Oder anders ausgedrückt: Die Mädels und Jungs wissen selbst sehr gut, welche Inhalte in ihrer Zielgruppe gerade trenden.

All das klappt, um es gleich zu sagen, wirklich hervorragend. Rund 3800 Follower hat der Instagram-Kanal des Medienhauses, im Juni beispielsweise verzeichnete die Statistik 25.000 erreichte Personen und 90.000 Visits. Und die Tendenz ist weiter steigend. Der Account wächst und alle sind zufrieden.

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Techniker und Kreative gemeinsam

Immer wieder mal auch einen Blick über den Tellerrand werfen und mitbekommen, wie es in allen Teilen des Unternehmens zugeht – die Azubis wissen die Abwechslung im Social-Media-Projekt zu schätzen. Schließlich kommen sie momentan aus sechs verschiedenen Ausbildungsberufen – von den Kaufleuten für Büromanagement (m/w/d) über Mediengestalter Bild und Ton (m/w/d) bis zum (aktuell ganz neu) Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse (m/w/d). Klar, dass da jede(r) seine ganz eigene Sicht- und Herangehensweise an verschiedene Aufgabenstellungen mitbringt.

Die eine oder andere kleine Challenge (zum Beispiel mit der Nintendo Switch) gibt es auf dem Account von Oberpfalz-Medien ebenso regelmäßig wie die Rubrik "Highlight der Woche". Hier zeigen die Azubis Erfolge und Aspekte aus ihrem Arbeitsalltag, die ihnen Freude bereiten oder sie motivieren. Und auch der "Mitarbeiter-Mittwoch" von Oberpfalz-Medien kommt bei den Followern immer gut an. Da gibt's Antworten auf Fragen zur Person ebenso wie solche, mit denen vielleicht niemand gerechnet hat: "Glaubst Du an Geister?"

Das Ziel hinter allem: zeigen, wer die Menschen sind, die bei Oberpfalz-Medien arbeiten, und dass es Spaß macht, Teil des Teams zu sein. "Wir wollen bei unserem Social Media-Auftritt nicht eine geschönte Arbeitswelt zeigen, sondern das ganz normale Leben hier bei uns im Unternehmen. Da darf es auch mal ein kurzes Handyvideo sein oder ein Blick darauf, wie es hier hinter den Kulissen zugeht", sagt Magdalena Raß. Dem stimmen auch die Azubis Sebastian Scherm und Alyssa Ernstberger zu: "Das letzte, ganz lockere Posting über Oberpfalz-Medien hatte doppelt so viele Likes wie die klassische Stellenanzeige davor."

A propos Handyvideos oder Selfies: Die Nachwuchs-Social-Media-Manager bekommen jetzt auch zwei eigene Diensthandys, um an den einzelnen Unternehmensstandorten und auch draußen im Außeneinsatz so schnell und mobil wie möglich zu sein. Es ist ja auch nicht ganz unpraktisch, wenn alle Insta-Bilder an einem Ort beisammen sind. "Bisher hatte ich immer einen eigenen Ordner für die Azubi-Fotos auf meinem persönlichen Handy", erzählt Alyssa Ernstberger. "Die kann ich dann endlich mal löschen."

Mehrwert für künftige Bewerberinnen und Bewerber

Wie gut der Instagram-Auftritt funktioniert, erlebt Anna Dagner in der Personalabteilung immer wieder: "Oft sagen Bewerber, mit denen wir uns unterhalten: Ja, den Account kenne ich, der ist ganz toll und ich hab' mich da auch im Vorfeld über das Unternehmen informiert und mich gleich willkommen gefühlt."

Wer dann nach einem solchen Gespräch Teil des Teams von Oberpfalz-Medien geworden ist und seine Ausbildung hier absolviert, rückt automatisch gleich ins Social Media-Team. Seit September sind das 12 Mädels und Jungs – die auch gleich gemeinsam online zeigen, wie das Onboarding für die Neuen so läuft. Wer da vielleicht anfangs mit dem Agieren vor der Kamera noch etwas fremdelt – dem helfen die anderen immer gerne.

Und wenn nach Abschluss der Ausbildung eigentlich Schluss wäre mit dem Social Media-Projekt – dann muss das auch nicht zwingend so sein. Lara Meier zum Beispiel ist immer noch mit an Bord. Sie gibt den Neuen gerne Tipps und hilft, wenn es mal irgendwo hakt. "Wie eine große Schwester halt", sagen Magdalena Raß und Anna Dagner. Und das ist doch immer etwas Tolles. Wie toll – das erzählen die Azubis vielleicht auch mal in einem Post. Oder auch etwas ganz Anderes. Einfach mal abwarten und neugierig bleiben.

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