Diesen Antrag wollte Sonja Schuhmacher begründen. "Aber sie hat aus freien Stücken abgelehnt", begründete Oberbürgermeister Jens Meyer das Fehlen der Stadträtin. "Stimmt nicht", rief eine Zuhörerin, die sich offenbar mit Schuhmacher solidarisierte. Der Zwischenruf blieb unkommentiert – zur Sache also: Für die ÖDP verlangte Schuhmacher Auskunft über den Ausbau der 5G-Technologie in Weiden, eine Übertragungstechnik, von der nach ihrer Überzeugung wohl Gesundheitsgefahren ausgehen. Die Stadt allerdings sei schlicht nicht zuständig, wie Rechtsdezernentin Nicole Hammerl erklärte. Der Ausbau erfolge durch die Netzbetreiber, und wegen der Gesundheitsgefährdung "haben wir keine Expertise".
Eine wenig zufriedenstellende Auskunft, befand Helmut Schöner (ÖDP), der anstelle von Schuhmacher ans Rednerpult trat. Die Stadt hätte doch zumindest beim Bundesumweltministerium nachfragen können. Ein erhöhtes Risiko sei wahrscheinlich: "Wir alle hatten doch schon mal einen Sonnenbrand, das ist äußerst unangenehm. Mikrowellen können so etwas Hautschädigendes verursachen."
Noch ein weiteres Mal spielte die nicht anwesende Schuhmacher eine Rolle, nämlich beim Punkt der Coronamaßnahmen in Schulbussen. Dezernent Reiner Leibl versicherte, dass Stadtlinienbetreiber Wies und die Stadt hier alles Mögliche unternehmen, um die Kinder zu schützen. "Wir nehmen das ernst." Ali Zant (Grün-Bunt-Weiden) sagte dafür ausdrücklich Dank, beschrieb die Bemühungen aber auch als unbedingt notwendig in der Pandemie. Und, auf Sonja Schuhmacher anspielend: "Auch wir haben ja eine Kollegin, die das noch nicht begriffen hat und dankenswerterweise heute nicht dabei ist." Wie berichtet, hatte sich Schuhmacher geweigert, auf dem Weg zum Sitzungssaal eine Maske zu tragen, und musste deshalb die Max-Reger-Halle verlassen.

















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