"Dazu kommt ein Nebenerwerbslandwirt. Ein weiterer im Nebenerwerb ist in Ziegelhütte." Zwei von den fünfen im Ort bewirtschafteten ihren Betrieb seit einigen Jahren auf biologische Weise. "Ich muss feststellen, dass im Weidener Stadtgebiet proportional viele Bauern auf biologischen Landbau umgestellt haben." Das Fazit von Kabus: "Mallersricht ist landwirtschaftlich geprägt." Wie lange noch, wisse niemand. "Wir kommen langsam ins Alter." Ob die Jungen weitermachen würden, stehe in den Sternen.
Dass sich auch Landtagsdirektkandidat Stephan Oetzinger für die Ortsbegehung Zeit genommen hatte, begrüßte Kabus. Solch hoher Besuch in Mallersricht sei eher selten. Zuletzt 1978. "Ich erinnere mich noch an die Bürgermeisterwahl, als Rothenstadt zu Weiden gekommen war. Was war das für ein Remmidemmi."
Unter den Nägeln brannte den Dorfbewohnern der Ostbayernring, der kurz vor seiner Realisierung steht und den Ort tangiert. "Uns geht es vor allem um den Rückbau der bestehenden Leitung", sagte der stellvertretende Ortsvorsitzende Hans Scharbauer. Die neue werde in rund 65 Metern Entfernung parallel zur bestehenden gebaut. "Wir fordern von der Betreiberfirma, dass sie die Fundamente an den Masten vollständig entfernt." Momentan sei dies nicht vorgesehen. "Die sollen nur auf Bearbeitungstiefe entfernt werden." Und nur bei späterem Bedarf beseitigt werden. "Wer sagt uns, dass die Betreiberfirma dann noch existiert?" Scharbauer betonte: "Wenn es so kommt wie geplant, muss künftig der Grundstückseigentümer gerade stehen." Die Mallersrichter setzten bei diesem Problem auf die Mithilfe von Oetzinger im Landtag. Der sagte seine Unterstützung zu.
Ein weiteres Thema, das die Mallersrichter sehr bewegte, war der Süd-Ost-Link. Die Trassenführung sei noch nicht festgelegt. "Probebohrungen laufen noch." Neben der Vorzugstrasse östlich an Weiden vorbei sei auch die Alternativlösung an Mallersricht vorbei im Gespräch. Und zwar unterirdisch. Scharbauer betonte: "Hier gibt es nicht nur landwirtschaftliche Flächen, sondern auch Grundstücke von privaten Eigentümern. Und für alle fordern wir wiederkehrende Zahlungen." Eine einmalige Abfindung, die noch dazu im Jahr der Zuwendung voll versteuert werden müsse, lehne man kategorisch ab. "Es kann nicht sein, dass wir langfristig die Lasten tragen müssen. Die Leitungen erwärmen sich, die Manteltemperatur steigt und es gibt einen höheren Wasserverlust", stellte der stellvertretende Ortsvorsitzende klar. Ein Zustand, der sich nach Ansicht der Landwirte über Generationen erstrecke. Auch wenn sich Tennet auf Bundesgesetz berufe: "Wir wollen, dass uns der bayerische Landtag massiv unterstützt." Und: "Teurer wird der Strompreis deswegen nicht."














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