14.07.2020 - 11:09 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Stadt Weiden: Jugendhilfeplanung startet endlich durch

Endlich kann's losgehen: Die Jugendhilfeplanung der Stadt wird in Angriff genommen. Das Thema brennt den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses seit langem unter den Nägeln.

Wie viele Eltern möchten ihren Nachwuchs zum Beispiel im Kinderhaus Tohuwabohu anmelden? Darüber soll ein neues Kita-Online-Portal Auskunft geben, das die Stadt Weiden jetzt erstellt. Es ist Teil der Jugendhilfeplanung, für die Sozialpädagogin Beate Hoge seit Februar zuständig ist.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Lange Zeit blieb die Stelle unbesetzt. Seit 1. Februar ist nun Beate Hoge für die Jugendhilfeplanung der Stadt Weiden zuständig. Die Sozialpädagogin war zuletzt als Fachkraft für Kindertagesstätten tätig. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist zunächst die Sozialraumanalyse, erklärte sie in der Sitzung des Ausschusses für Jugendhilfe und soziale Fragen. Das erfordere eine umfangreiche Datensammlung. Aber auch die Jugendlichen selbst sollen zu ihren Vorstellungen und Wünschen befragt werden.

Neu: Kita-Online-Portal

Um den Bedarf an Kita-Plätzen stets aktuell präsent zu haben, wird laut Hoge außerdem ein Kita-Online-Portal eingerichtet. Hier können Eltern den Bedarf an Plätzen demnächst per Internet anmelden. "Das Online-Portal soll die Wartelisten ersetzen." Erste Schritte würden jetzt eingeleitet. "Für Eltern bedeutet das eine große Erleichterung", freute sich Stadtrat Florian Graf (SPD).

Der Stadtjugendring war ebenfalls Thema im Jugendhilfeausschuss

Weiden in der Oberpfalz

Während die Jugendhilfeplanung endlich durchstartet, wird die Fortschreibung des Pflegebedarfsplans zurückgestellt. Der letzte Pflegebedarfsplan wurde 2015 im Zusammenhang mit dem seniorenpolitischen Gesamtkonzept erstellt. Die CSU-Fraktion hatte deshalb mit Schreiben vom Februar die dringende Überarbeitung beantragt, um den aktuellen Bedarf an ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen zu ermitteln.

Pflegebedarfsplan muss warten

Die Fortschreibung sollte frühestens nach fünf Jahren erfolgen und würde etwa 15 000 Euro kosten, berichtete Sozialdezernent Wolfgang Hohlmeier. Er riet dazu, damit noch abzuwarten. Denn das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege werde schon bald eine landesweite Pflegebedarfsplanung vorstellen. Dabei werde der Pflegebedarf auf die kreisfreien Städte und die Landkreise heruntergebrochen. Das Ministerium will den Kommunen zugleich Empfehlungen für künftige Planungen geben. Erst wenn diese Ergebnisse vorliegen, sollte die Fortschreibung des Weidener Pflegebedarfsplanes in Auftrag gegeben werden, meinte Hohlmeier. Eine Empfehlung, der das Gremium einstimmig folgte.

Als neuer Mann für den Bereich Dezernatscontrolling stellte sich Tobias Ebnet vor. Der studierte Betriebswirtschaftler war zuletzt Controller in einem international tätigen Unternehmen. Seit 1. März ist er bei der Stadt Weiden. Während der Corona-Krise war er für die Max-Reger-Stadt im Katastrophenschutzzentrum in Neuhaus tätig und fertigte unter anderem eine Lagerbestandsdatei an. Daten sind natürlich auch in Zukunft sein Geschäft. Für ein "schlagkräftiges Dezernatscontrolling" wird er nun die nötige Zahlenbasis erstellen.

Eilentscheidung für "Magisches Projekt"::

Als Träger der freien Jugendpflege anerkannt

Der Verein "Das magische Projekt" ist als Träger der freien Jugendpflege in Weiden anerkannt. Diese Eilentscheidung traf Oberbürgermeister Kurt Seggewiß noch Ende März, weil die für 17. März geplante Sitzung des Jugendhilfeausschusses wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste. Sozialdezernent Wolfgang Hohlmeier gab die Entscheidung nun in der Sitzung im Juli bekannt. Die Eilentscheidung ist laut Hohlmeier nötig gewesen, um zu verhindern, dass dem Verein durch eine verspätete Anerkennung womöglich finanzielle Nachteile entstehen.

Ziel des Vereins ist es, junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen und dies mit Jugendkulturarbeit zu verknüpfen. Durch Theater-, Tanz- oder Musikprojekte lernen Jugendliche ihre eigenen Stärken zu erkennen, schwierige Aufgaben zu meistern und daran zu wachsen.

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