08.06.2020 - 17:38 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Stadt Weiden und SpVgg SV gewinnen

Die Stadt will den Sportplatz der SpVgg SV im Stadtteil Stockerhut überbauen. Als Ausgleich für seine Nutzungsrechte soll der Verein zwei Kunstrasen-Plätze am Wasserwerk erhalten. In dieser Woche stehen wichtige Entscheidungen an.

Rechts entlang des Fuß- und Radweges vom "Teehaus" hinunter zum Wasserwerkstadion sollen die beiden Kunstrasenplätze für die SpVgg SV Weiden entstehen.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Am Mittwoch lädt Michael Kurz, der seit zweieinhalb Jahren den Verein führt, zur außerordentlichen Mitgliederversammlung auf die Tribüne. Er will mit Stadtkämmerin Cornelia Taubmann den Anhängern die Pläne der Zweckgemeinschaft erläutern und sich von ihnen das Plazet holen, dass der Vorstand die Verhandlungen mit der Stadt fortführen kann. Im Hintergrund steht das Ziel, bereits ab Frühjahr 2021 auf Kunstrasen-Plätzen spielen zu können.Am Montag informierte die Stadtverwaltung die Vertreter der Fraktionen über den aktuellen Sachstand.

Die Mitglieder sind im Boot

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Verbürgtes Recht ablösen

Stadt und Verein könnten durch den Grundstückstausch nur gewinnen, stellt Michael Kurz fest. Noch rund 20 Jahre stehen der SpVgg SV die Nutzungsrechte für das 34 000 Quadratmeter große Sportareal in der Stockerhut zu. Als Ausgleich für dieses "verbürgte Recht" sind die Ersatzflächen am Stadion anzusehen. Die Stadt ist bereit, der SpVgg SV benachbarte Flächen am Wasserwerkstadion zu überlassen. Dabei sollen zwei ganzjährig nutzbare Kunstrasenplätze sowie ein Umkleide-Kabinentrakt entstehen. Vor Ort hat die Stadt bereits einen Bauzaun aufgestellt, der die künftige westliche Grundstücksgrenze des Vereins markiert. Zugleich müssen für die neuen Sportplätze Ausgleichsflächen bereitgestellt und durch Geländemodellierung an der Schweinenaab (bachaufwärts, etwa auf Höhe WTW) zusätzliche Überflutungsflächen geschaffen werden.

"Null auf Null"

"Wir hoffen, dass der Geländetausch und die Ersatzmaßnahmen finanziell Null auf Null aufgehen", betonen Kurz und Taubmann. Der Verein rechne "grob" mit etwa 300 000 Euro für jeden Kunstrasenplatz. Dabei versichert Kurz, dass die "beste ökologische Bauweise, nämlich in Kork" gewählt werde. "Wir haben erst einen Teil der Ausschreibungen draußen. Daher wissen wir nicht genau, wo wir preislich genau liegen werden."

Die Stadt Weiden sieht im Gelände des ehemaligen SV Detag ein ideales Wohngebiet, das auf bis zu 37 000 Quadratmeter ausgedehnt werden kann. Im Frühjahr stellte ein Großinvestor aus der Region, der mit einer Tochterfirma selbst Fertighäuser herstellt, Planungen für die komplette Bebauung (Eigenheime und Geschosswohnungsbau) in nichtöffentlicher Sitzung des Stadtrates vor. Die Stadträte vermieden jedoch eine Entscheidung.

Mit einem Bauzaun hat die Stadt Weiden bereits die westliche Grenze des künftigen Sportparks markiert. Auch Büsche und Bäume sind bereits entfernt.

Zur Vorgeschichte der Kunstrastenplätze

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