21.06.2021 - 14:01 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Stadtökologischer Lehrpfad": Weiden ist grün

Die Stadt Weiden von ihrer "grünen" Seite kennenlernen: Das erlebten nun zwölf Teilnehmer bei einer Führung durch am "stadtökologischen Lehrpfad".

von Autor hczProfil

Manfred Riek, Gästeführer der Stadt Weiden und 40 Jahre lang als Leiter der Umweltschutzabteilung in Grafenwöhr im Umwelt- und Naturschutz tätig, führte nun eine zwölfköpfige Gruppe durch 10 Stationen des 20 Stationen umfassenden "stadtökologischen Lehrpfads". Los ging's am Schlörplatz. Dort stehen zwei riesige, im vorletzten Jahrhundert gepflanzte Eichen, die Friedens- und die Jubiläumseiche. Riek berichtete von der ökologischen Bedeutung der Bäume. Am Max-Reger-Denkmal im Stadtpark erläuterte Riek die Umsetzung eines naturnahen Hochwasserschutzkonzepts, verbunden mit einem Naherholungsgebiet und reichlichem Brutplatz für bodenbrütende Vogelarten. Chemische und biologische Wasserqualität werde laufend vom Wasserwirtschaftsamt überprüft.

Im Zeichen des Klimawandels sei Baumpflege, Neupflanzung und Kartierung bestehender Bäume wichtig, stellte Riek am aus Iran stammenden Eisenholzbaum im Max-Reger-Park fest. Die Kopfweide, Weidens Wappenbaum und Herberge für Fledermausarten, benötige mindestens alle drei Jahre intensive Pflege – im Park und an Stellen am Stadtrand Weidens.

Hinterm Zwinger befindet sich an der Stadtmauer ein „eßbarer Garten“. Ein Gemüsegarten zum Mitgestalten und Mitbenutzen für die Bürger. Säen, pflanzen und ernten kann jeder Weidener. Die Stadtmauer selbst, aus Weidens Zeit als „Ackerbürgerstadt“ stammend, ist mit ihren Pflasterfugen und Mauerritzen Lebensraum für Kleinstlebewesen, Flechten und Blumen.

In der Altstadt kann man Weidens höchste Nistplätze sehen: die Michaelskirche, das Alte Rathaus und das Alte Schulhaus. Dort halten sich Turmfalken, Wanderfalken, Dohlen, Kolkraben und Weißstörche auf. Begrünte Hausfassaden in der Innenstadt bieten ökologische Nischen im urbanen Raum, sind wichtige O2-Produzenten und kühlen die Häuser. Durch die Türlgasse führte der Gästeführer seine Schar zur letzten Station des Lehrpfads. Der Untere Markt mit seinen historisch und ökologisch wertvollen Ackerbürgerhäusern biete Lebensräume für Mensch und Tierwelt. Angeregt hatte die Führung CSU-Stadtrat Hans Forster. Er und Parteikollegin Maria Sponsel sind Mitglieder des Naturschutzbeirats der Stadt.

Infos über die Führungen gibt es bei Martin Scheidler, Stadt Weiden (Telefon 0961 81-3108). Besonders geeignet sind die Ausflüge auf dem „Stadtökologischen Lehrpfad“ für Schulen und Bildungseinrichtungen. Demnächst ist auch eine „Naturhistorische Führung“ für Fahrradfahrer geplant.

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