02.09.2020 - 18:20 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Süd-Ost-Link: Alternative Trassen im Landkreis Neustadt/WN auf dem Prüfstand

Das Planfeststellungsverfahren für den Süd-Ost-Link, und hier den Abschnitt C2 (Marktredwitz – Pfreimd) läuft. Die Coronapandemie bremste jedoch die Antragskonferenzen aus. Stellungnahmen waren dennoch möglich. Jetzt wird erneut geprüft.

Das Planfeststellungsverfahren zum Süd-Ost-Link läuft noch: Zur Untersuchung vorgeschlagene Trassen sowie in Frage kommende Alternativen prüft die Bundesnetzagentur.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Die Bundesnetzagentur wollte für den Abschnitt C2 im Mai eine Antragskonferenz ausrichten. Das Coronavirus ließ das nicht zu. Stattdessen gab es ein schriftliches und digitales Verfahren unter anderem für betroffene Gemeinden, um Einwendungen und Stellungnahmen vorzubringen. Grundlage ist das Planungssicherungsgesetz vom 29. Mai 2020, das der Bundestag erlassen hat, um Genehmigungsverfahren fortführen zu können.

Untersuchungsrahmen festgelegt

Als Ergebnis der schriftlichen „Anhörung“ hat die Bundesnetzagentur (Stand: 31.8.2020) auf ihrer Internetseite eine Liste von zur Untersuchung vorgeschlagenen Trassen sowie infrage kommende Alternativen des Trassenverlaufs im Landkreis Neustadt/WN veröffentlicht. Folgende Gemeinden sind betroffen: Störnstein und Floß: Hier quert unter anderem eine neue Variante die Floß westlich des Trassenvorschlags und verläuft westlich des „Lauserholzes“; Edeldorf (Gemeinde Theisseil), Bechtsrieth, Schirmitz, Pirk, Irchenrieth und Michldorf: Hier folgt unter anderem eine mögliche Alternative in südlicher Richtung zum Verlauf der Straße zwischen Irchenrieth und Lückenrieth.

Bei den zu untersuchenden Alternativen handelt es sich nach Angaben der Bundesnetzagentur zunächst um räumliche Alternativen. Darüber hinaus sei in allen Trassenverläufen auch der technische Aufwand zu prüfen.

"Es ist ruhig geworden"

Die Chance zur schriftlichen Antragskonferenz hatte auch die Gemeinde Störnstein genutzt. „Wir haben nochmals unsere Einwände und Bedenken aus dem ersten Einspruch überarbeitet und vorgebracht“, sagte Bürgermeister Markus Ludwig auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Welche neuen Trassenalternativen im Gemeindebereich geprüft werden sollen, davon habe er im Moment keine Kenntnis. Ludwig findet es grundsätzlich schade, dass es in der Diskussion um die Gleichstromtrasse in der Öffentlichkeit ruhig geworden sei. Das sei wohl Corona geschuldet. An der grundlegenden Einstellung zu dem Vorhaben habe sich aus Sicht der Gemeinde nichts geändert.

Süd-Ost-Link: Trasse steht fest

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Info:

Alternativen werden geprüft

Am 31. Januar 2020 hat Netzbetreiber Tennet den Antrag auf Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt C2 (Marktredwitz-Pfreimd) der Gleichstrom-Erdkabeltrasse "Süd-Ost-Link" gestellt. Die Planfeststellung legt die endgültigen Details für den Verlauf fest. Die Antragskonferenz ist ein Teil der Öffentlichkeitsbeteiligung und richtet sich an die Träger öffentlicher Belange wie etwa Kommunen, an Vereinigungen und Verbände. Aufgrund der Corona-Pandemie fand sie in den vergangenen Wochen in schriftlicher Form statt. Die eingegangenen Stellungnahmen wird die Bundesnetzagentur nun im Untersuchungsrahmen für die Planfeststellung aufnehmen und etwaige alternative Trassenverläufe prüfen.

Nach Vorlage der vollständigen Unterlagen führt die Bundesnetzagentur ein Anhörungsverfahren (nach § 22 NABEG) durch und beteiligt die betroffenen Träger öffentlicher Belange und Vereinigungen. Gleichzeitig werden die Unterlagen zum Zwecke der Öffentlichkeitsbeteiligung ausgelegt. (shl)

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