30.11.2020 - 17:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Tännesberger Bankräuber-Prozess: Staatsanwältin fordert hohe Strafe

Am Montag standen vor dem Weidener Landgericht die Plädoyers an im Prozess gegen den Fluchtautofahrer der Tännesberger Bankräuber. Die Staatsanwältin forderte eine harte Strafe. Das Urteil wird noch in dieser Woche verkündet.

Die Statue Justitia.
von Autor RNSProfil

Schock für den geständigen Fluchtwagenfahrer der zwei versuchten und zwei vollendeten Banküberfälle in Großenhain, Kolkwitz und Tännesberg: Neun Jahre und zwei Monate forderte Staatsanwältin Vera Höcht am Montag. Rechtsanwalt Dr. Uwe Mosig (Dresden), der Verteidiger des 28-Jährigen dagegen hält vier Jahre für ausreichend. Der Tscheche soll sich im Sommer 2015 mit anderen Gewohnheitsverbrechern zusammengetan haben, um Einbrüche, Diebstähle und Überfälle auf Geldinstitute zu begehen.

In der Folge versuchten sie laut Anklage mit einem in Tschechien gestohlenen Audi A8 mit zuvor in Rosenheim entwendeten Kennzeichen eine Sparkasse in Großenhein (nahe Meißen) zu überfallen. Hier sei jedoch nichts zu holen gewesen, da es sich um eine reine „Beratungsfiliale“ handelte. Ein Raub am 17. Juni 2015 jedoch klappte. Maskiert und unter Vorhalt einer Pistole sollen die Männer in Kolkwitz (Brandenburg) in einer Sparkasse 20 470 Euro und 700 australische Dollar erbeutet haben. Wieder Pech hatten die mutmaßlichen Verbrecher am 1. September 2015 in Tännesberg. Die Sparkassenfiliale hatte an diesem Tag geschlossen. Zwei Tage später versuchten sie es wohl erneut. 7225 Euro erbeuteten sie nach Meinung der Staatsanwaltschaft und flüchteten Richtung Heimat.

Selbst wenn der Angeklagte „nur“ der Fahrer des Fluchtautos gewesen sein soll, so erwartet ihn eine harte Strafe. „Als Mittäter muss man sich die Taten der Komplizen anrechnen lassen“, stellte Landgerichts-Pressesprecher Matthias Bauer fest. Er hat mit Landgerichts-Präsident Gerhard Heindl und den beiden Schöffen am Donnerstag das Urteil zu fällen. Die Haupttäter wurden bereits zu Freiheitsstrafen von fast neun Jahren verurteilt.

Das Landgericht klärt nach einem Geständnis die Hintergründe der Überfälle

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