03.02.2020 - 18:11 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Unterstützerlisten für die Kommunalwahl geschlossen – Parteien größtenteils zuversichtlich

Die Frist für die Unterstützerunterschriften zur Kommunalwahl ist Montagmittag abgelaufen. Wie viele Unterschriften gültig sind, verkünden die Wahlausschüsse am Dienstag. Die meisten Parteien gehen für sich von einem positiven Ergebnis aus.

Die Frist zur Abgabe von Unterschriften auf den Unterstützungslisten ist am Montagmittag abgelaufen. Am Dienstag wird der Wahlausschuss die Ergebnisse bekanntgeben.
von Sonja Kaute Kontakt Profil

Das ergab eine telefonische Umfrage unter Parteivertretern am Montag kurz nach dem Ende der Frist um 12 Uhr. Alle Parteien, die in der Stadt Weiden und im Landkreis auf Unterschriften von Unterstützern angewiesen waren, blicken optimistisch auf die Verkündung der endgültigen Ergebnisse durch die Wahlausschüsse am Dienstag – bis auf eine.

  • „Ich glaube, wir haben es knapp nicht geschafft“, sagt Matthias Völkl, OB-Kandidat für „Die Partei“ gegenüber Oberpfalz-Medien. 215 Unterschriften hätte „Die Partei“ gebraucht. „Es werden wahrscheinlich einige fehlen. Ich denke, wir werden nicht auf dem Stimmzettel stehen“, so Völkl. Er versucht sich in Optimismus und scherzt: „So sparen wir uns einen Haufen Arbeit in den nächsten sechs Wochen.“
  • 215 Unterschriften braucht die ÖDP, um in den Weidener Stadtrat gewählt werden zu können. „Wir haben diese Zahl vermutlich überschritten“, sagt Christian Wallmeyer aus Waldthurn als Vorsitzender des Kreisverbands Neustadt/WN. Vor dem Wochenende seien es knapp 240 Unterschriften gewesen. „Das sollte klappen“, hofft er am Montag.
  • Erstmals für den Kreistag kandidiert der JU-Kreisverband als größter bayerischer Kreisverband der Jungen Union. Unterschriften von 340 Wahlberechtigten sind dafür nötig. Kreisvorsitzender Benedikt Grimm gibt grünes Licht: „Vor einigen Wochen waren es 450 Unterschriften. Es wird sicher ein paar ungültige Stimmen geben, aber die kann man vermutlich an ein bis zwei Händen abzählen.“ Er gehe davon aus, dass für die Teilnahme an der Kommunalwahl am 15. März „nichts mehr im Wege steht“.
  • „Voller Zuversicht“ ist Hans Meißner, dritter Bürgermeister in Luhe-Wildenau und Nummer eins der Partei „Die Bürgerliste“. Am Montagmittag seien 110 Unterschriften gezählt worden, bei 80 benötigten. Es fielen sicher noch ein paar ungültige Unterschriften weg, doch bei einem Puffer von 30 Stimmen mache er sich keine Sorgen. „Wir werden aber den Sekt erst morgen aufmachen“, sagt er am Montag. Meißner war ursprünglich auf Platz 6 der CWU Neudorf gelistet, hatte dann aber zur Bürgerliste gewechselt.
  • Nicht überrascht über ein vermutlich positives Ergebnis zeigte sich Georg Schärtl, Platz 1 auf der Liste der „Jungen Liste“, die in Luhe-Wildenau für den Marktgemeinderat kandidiert. 109 Wahlberechtigte haben bis Fristende für die „Junge Liste“ unterschrieben. 80 waren nötig. „Wir haben gemerkt, dass Veränderung gesucht wird.“ Es sei Zeit für mehr junge Leute im Marktrat.

Unterschreiben durften alle Wahlberechtigten, die bei einer Nominierungsversammlung aktiv beteiligt waren oder die keine andere Liste unterstützt haben. Die Unterstützerlisten waren für alle Parteien nötig, die bisher weder im Stadtrat vertreten sind, noch bei den letzten Landtags-, Bundestags- oder Europawahlen mindestens fünf Prozent erreicht haben.

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