16.11.2021 - 11:11 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Unwetter, Flugzeugabstürze und Corona fordern das Weidener THW

209 Einsätze, so viele wie noch nie, hat die THW-Ortsgruppe im ersten Coronajahr absolviert. Auch 2021 gab es viel zu tun. Unterstützung gibt es durch den THW-Helferverein. Michael Braun steht hier weiter an der Spitze.

Die Führung des THW-Helfervereins mit Vorsitzendem Michael Braun und THW-Ortsbeauftragtem Andreas Duschner (Vierter von links).
von Autor hczProfil

Für die kommenden drei Jahre behält die Vereinigung der Helfer und Förderer des Technischen Hilfswerks Weiden ihre bewährte Führung. Neben Berichten des Ortsbeauftragten Andreas Duschner und des THW-Helfervereins-Chefs Michael Braun standen die Neuwahlen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Durber“.

Braun, seit 2004 an der Spitze, leitet den Helferverein weiterhin. Ihm stehen als Zweite Vorsitzende Birgit Grötsch, als Schatzmeister Hans Grötsch und als Schriftführerin Carina Koller zur Seite. Die Kasse prüfen Jan Braunreiter und Verena Wolfrath (neu).

Brauns Bericht erstreckte sich auf die Jahre 2019 und 2020. Mit diversen Aktionen hatte der Helferverein für finanzielle Unterstützung gesorgt – bis die Tätigkeiten aufgrund der Pandemie eingestellt werden mussten. Braun bedankte sich, ebenso wie Schatzmeister Grötsch, bei den Funktionären, die ihre Mehraufwandsentschädigungen gespendet haben.

Pandemie sorgt für viele Einsätze

72 Einsätze, die insgesamt 19.500 ehrenamtliche Dienst- und Einsatzstunden für die Aktiven bedeuteten, hatte das THW Weiden im Jahr 2019 geleistet, berichtete Ortsbeauftragter Duschner. Besonders hob er den Einsatz bei der Schneekatastrophe im Berchtesgadener Land und der Brandserie im Herbst 2019 hervor. War das THW für das Jahr 2019 von einem „Rekord-Einsatzjahr“ ausgegangen, so sollten 2020 die Aktiven eines Besseren belehren. Lange war man mit Transportlogistik für Corona-Schutz- und Testmaterial beschäftigt. Die Feststellung des Katastrophenfalls am 16. März 2020 bedeutete den „absoluten Einsatzmodus“. 209 Einsätze – so viel wie noch nie – waren innerhalb eines Jahres zu absolvieren.

Aktuell zähle der THW-Ortsverband 63 aktive Helfer, zwölf Anwärter und 18 Junghelfer. Der Frauenanteil in Weiden liege mit 22 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt, berichtete Duschner stolz. Mit 76 Einsätzen und rund 5500 Einsatzstunden liege 2021 an Platz 2 der Statistik. Größter Einsatz sei die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal gewesen, wo man Räum- und Wegebaumaßnahmen erledigt habe. Nicht nur bei der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands, sondern auch in der heimischen Gegend, hatten die THW-Helfer Einiges zu leisten gehabt, berichtet Duschner. Man habe bei temporären Grenzkontrollen die Bundespolizei unterstützt. Nach lokalen Unwettern habe man Sandsäcke in Windischeschenbach verteilt, zwei in einer Gerölllawine liegengebliebene Regionalzüge befreit und ein vom Sturm abgedecktes Haus in Neustadt/WN abgedichtet. Außerdem waren drei abgestürzte Kleinflugzeuge zu bergen, Sondertransporte nach Tschechien, Eigentumssicherungen im Auftrag der Polizei durchzuführen und Stromversorgung für die Stadt zu erstellen gewesen.

Erfreulich sei der Empfang eines neuen Mehrzweckgerätewagens und eines 420 PS starken MAN- Kippers für die Fachgruppe „Räumen“ gewesen. Duschner ging auf die Herausforderungen der „örtlichen Gefahrenabwehr“ in den nächsten Jahren ein. Dazu seien einige Ersatzbeschaffungen sowie Sanierungen erforderlich. Dies trugen die Verantwortlichen auch an die Verbindungsstadträte Alois Lukas (CSU) und Gerald Bolleiniger (SPD) heran.

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