24.09.2020 - 10:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

VHS Weiden-Neustadt mit neuem Programm: Von Kräuterseife bis Kamingespräch

Die Volkshochschule Weiden-Neustadt hat auch in Coronazeiten einiges zu bieten. Über 900 Kurse und Veranstaltungen füllen das neue Jahresprogramm, das jetzt vorgestellt wurde.

Die Volkshochschule Weiden-Neustadt stellt das neue Jahresprogramm vor.
von Helmut KunzProfil

Corona stellte auch die Planer in der Volkshochschule Weiden-Neustadt vor gewaltige Herausforderungen. „Auch uns hat Covid-19 gefordert und veranlasst, deutlich schneller, toleranter und mutiger zu sein, als wir ursprünglich dachten“, erklärte Geschäftsführer Stefan Frischholz am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Programmheftes. „Gemeinsam mit unseren Dozenten haben wir es geschafft, ein vielfältiges und attraktives Online- und Präsenzprogramm zusammenzustellen.“

Alle Kurse fi,nden unter Einhaltung der Hygienevorschriften statt. Lerngruppen wurden verkleinert, Abläufe und Unterrichtsformen den Hygienevorschriften angepasst. „Manche Angebote stehen zunächst noch nicht wie gewohnt zur Verfügung.“ Das neue Jahresprogramm liegt ab sofort in vielen öffentlichen Einrichtungen in der Stadt Weiden und im Landkreis Neustadt aus.

900 Kursangebote

Wie die VHS-Verantwortlichen erläuterten, würden über 900 Kurse und Veranstaltungen angeboten. Neben dem 194 Seiten starken Programmheft setze man auf weitere Werbeportale, wie Homepage und zusätzliche zielgruppenorientierte Marketingmaßnahmen. Im vergangenen Jahr hätten 13.563 Teilnehmer die Online- und Präsenzkurse besucht.

Die pädagogische Projektmanagerin Tanja Fichtner unterstrich, dass die VHS künftig zu allen bewährten Angeboten einen zusätzlichen Fokus auch auf die berufliche und persönliche Entwicklung der Menschen in der Wirtschaftsregion nördliche Oberpfalz lege. Neu sind die "Business Angels". Hier würden impulsgebende Persönlichkeiten mit fundierten und zielführenden Erfahrungen zu Kamingesprächen laden. Im schulischen Bereich engagiere man sich in Sachen Prüfungsvorbereitungen, etwa im Fach Mathematik, fürs Abitur oder auf Auswahlverfahren.

Dagmar Bock stellte den Fachbereich Beruf und neue Medien vor und betrachtete die digitale Kompetenz als bedeutende Schlüsselkompetenz von Berufstägigen. Dazu habe die VHS eine Seminarreihe aus mehreren Modulen entwickelt, die die Kompetenzentwicklung in der digitalen Lebens-und Arbeitswelt anvisiere. Diese Module seien bei entsprechenden Voraussetzungen sogar förderfähig mit dem Bayerischen Bildungsscheck.

Kochen und Filzen

Stefanie Freitag präsentierte die breitgefächerten Bereiche Fitness und Kultur und Kreativität. Abgedeckt würden Werkstatt- und Kreativkurse, die Themenbereiche von der Kräuterseife bis zum Filzmantel umfassten. Der Programmbereich „Junge VHS“ begleite, fordere und begeistere mit Koch-, Bewegungs- und Kreativangeboten Kinder.

Über Schnuppermöglichkeiten im Fitness-, Entspannungs- und After-Work-Bereich informierte Angelika Meindl für den Fachbereich Gesundheit. Angeboten werde aber auch ein Showkochen mit einem Pilzexperten. Neu im Programm: Eine Hutza-Backstube aus Omas Zeiten für die junge Generation, sowie Kochschulen für Küchenneulinge.

Sprachenangebot ausgebaut

Harald Krämer berichtete über das sprachliche VHS-Angebot. Neben 15 Sprachen und einem verstärkten Ausbau des Online-Angebotes biete die VHS unter dem Motto "Mensch und Gesellschaft" aber auch digitale Wissenschaftsprogramme mit hochkarätigen Experten. Etwa einen Rückblick auf 175 Jahre „Märchenkönig“ Ludwig II. und 450 Jahre Johannes Kepler. Oder zwei geplante Studienfahrten nach Prag, die allerdings corona-bedingt noch nicht fix seien.

Oberbürgermeister Jens Meyer unterstrich den ständigen Wandel, der auch vor den Kursangeboten nicht Halt mache. Der VHS sei es trefflich gelungen, mit den Corona-Herausforderungen zurecht zu kommen. Das breit angelegte Programmheft trage die Ausmaße eines "Quelle"-Katalogs. Landrat Andreas Meier freute sich über die vielen Basics im Angebot, wie das Wiederentdecken des Brotbackens oder den Umgang mit dem Internet. Wenn auch unter erschwerten Bedingungen: Die Bürgerinnen und Bürger sollen an die Vorteile der neuen Medien herangeführt werden, so Meier.

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