10.01.2021 - 14:27 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Waldnaab-Düker: Weidens spektakulärste Baustelle auf der Zielgeraden

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2014 begannen die Planungen, im Dezember 2019 rückten die ersten Bagger an. Nach einem Jahr hat sich auf der Baustelle des Düker-Neubaus am Zusammenfluss von Waldnaab und Flutkanal viel getan. Ein Rückblick in Bildern.

Im Oktober 2020 steht der Neubau des Dükers, der sich knapp zehn Meter unter dem Niveau des Flutkanals befindet. Deutlich zu sehen sind die Zu- und Ausläufe, durch die später die Waldnaab fließen wird.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Auf einer der größten Baustellen Weidens war die Weihnachtspause nur kurz. Die Arbeiten rund um den Neubau des Dükers an der Schnittstelle von Waldnaab und Flutkanal sollen zügig weitergehen. Das Ende peilt das Wasserwirtschaftsamt Weiden für den Sommer an. „Bautechnisch war 2020 für den Düker ein gutes Jahr“, blicken Bauleiter Helmut Schaller und Bauoberrat Andreas Ettl zufrieden auf den bisherigen Verlauf des drei Millionen Euro teuren Projekts.

Pflanzmaßnahmen beendet

Das ist in seiner Art einzigartig. Um die über 80 Jahre alte Betonleitung (Düker) unter dem Flutkanal zu erneuern, musste dieser umgeleitet und für die Waldnaab oberirdisch eine provisorische Pumpleitung eingerichtet werden. Die Baustelle selbst befindet sich in zehn Metern Tiefe, wo zuletzt im Ein- und Auslaufbereich des Dükers Spundwandkästen gesetzt wurden.

Fertiggestellt wurde auch die Ersatzbepflanzung mit Eichen und Weiden bei der Schirmitzer Brücke östlich des Flutkanals. Die fünf Treppenanlagen, die entlang des Ufers entstehen, sind gesetzt. In den kommenden Wochen werde nun, so Ettl, das Umleitungsgerinne rückgebaut.

Flutkanal verändert sein Gesicht

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Einzigartiges Millionenprojekt

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Info:

Waldnaab-Düker in Zahlen

  • 1936 erbaut (Betonleitung, in der die Waldnaab den Flutkanal unterquert)
  • 50 Meter lang, 18 Meter breit, 9 Meter unter dem Flutkanal
  • 2014 Planung des Neubaus; 2019 Baubeginn
  • 230 Meter lange provisorische Pumpleitung für die Waldnaab errichtet
  • Bauarbeiten in 10 Metern Tiefe in einem 55 mal 20 Meter großen Spundwandkasten
  • Kosten: 3 Millionen Euro, finanziert durch den Freistaat Bayern
  • Voraussichtliches Bauende: Sommer 2021

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