17.09.2019 - 15:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiden: Gesundheitsmesse in Max-Reger-Halle – Chefärzte zum Anfassen

Unter dem Motto "Zuschauen, Mitmachen, Spaß haben" startet am 28. September die 2. Nordoberpfälzer Gesundheitsmesse (NOGEM) in der Max-Reger-Halle. Die Veranstalter sprechen von einem "kontinuierlichen Höhepunkt" für Jung und Alt.

Das Organisationsteam der Nordoberpfälzer Gesundheitsmesse: Michaela Hutzler, stellvertretende Pflegedirektorin am Klinikum Weiden, Alexander Hellwig, Leiter der Anzeigenabteilung bei Oberpfalz-Medien, Johannes Häring, Geschäftsführer der Max-Reger-Halle und der Pressechef des Klinikums, Michael Reindl (von links).
von Tobias Gräf Kontakt Profil
Die Max-Reger-Halle als Veranstalter erwartet wieder mehrere tausend Besucher zur 2. Gesundheitsmesse.

Von Kindern bis hin zu betagten Senioren sei die Nordoberpfälzer Gesundheitsmesse ein Event für die ganze Familie, erklärt der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit am Weidener Klinikum, Michael Reindl. Keineswegs würden nur Kranke oder Pflegebedürftige angesprochen. "Die Menschen werden nirgendwo so umfassend und komprimiert über die Themen Gesundheit und Krankheit informiert, wie auf der NOGEM", wirbt auch Christian Paetzel um Besucher für die zweitägige Messe am 28. und 29. September.

Der Chefarzt am Institut für Radiologische Diagnostik in Weiden verspricht ein vielfältiges Programm, bei dem es Niemandem langweilig und zugleich medizinisches Wissen vermittelt werde. Paetzel zufolge basiert die Messe auf drei Säulen: "Neben der Frage, wie man möglichst gesund leben kann, geht es, zweitens, um Prävention. Wie lassen sich Krankheiten wie beispielsweise Brust- oder Darmkrebs bewusst vorbeugen? Und drittens: Was passiert, wenn ich bereits erkrankt bin? Wohin kann ich mich in der Region wenden, welche geeigneten Anlaufstellen gibt es?"

Über 20 Stände und Firmen

Der Professor am städtischen Klinikum betont die exzellente Versorgungslage für Kranke in der nördlichen Oberpfalz. "Unser Ziel ist es aufzuzeigen, welche medizinische Fachkompetenz wir hier vor Ort haben." In den meisten Fällen sie es nicht nötig, zur Behandlung weit weg zu fahren. Von der Herzchirurgie abgesehen, werde in Weiden "das komplette universitäre Spektrum der Medizin angeboten", so Paetzel.

Die Messe öffnet an beiden Tagen von jeweils 10 bis 17 Uhr. Dann präsentieren sich an über 20 Ständen namhafte Aussteller und Fachfirmen aus dem Gesundheitsbereich mit ihren Angeboten. So können Gäste bei der DAK-Gesundheit mit der Virtual-Reality-Brille im Flugsimulator ICAROS ihre Koordination und Beweglichkeit ausprobieren. Ein Augenmobil bietet kostenlose Sehtests an, und zwei menschliche Ausstellungsorgane in Übergröße laden dazu ein, in ihnen herumzuwandern.

Begehbares Gehirn

Während das begehbare Arterienmodell Folgen von Zivilisationskrankheiten wie Arterienverkalkungen verdeutlicht, informiert das Gehirnmodell in XXL-Format über Aufbau und Funktion desselben. Ein besonderer Mehrwert ist laut Reindl, dass die jeweiligen Ärzte mit ihren Ständen gleich nebenan positioniert werden. "Wenn sich Fragen zu den begehbaren Organen ergeben, dann können sich die Besucher direkt an die hierfür zuständigen Mediziner wenden. Das sind somit Chefärzte zum Anfassen."

Zum Kern des Messeprogramms gehören Expertenvorträge zu unterschiedlichsten Themen. Fachkundig beleuchtet wird beispielsweise die Entwicklung der Operationstechnik im Laufe des vergangenen Jahrhunderts, die Meinung von Orthopäden zu High-Heels, sportbedingte Schulterverletzungen, künstliche Hüftgelenke, ethische Fragen rund um Transplantationen oder die Schilderung der Notfallversorgung: Wie funktioniert die Rettungskette vom Rettungshubschrauber über die Notaufnahme bis hin zur Intensivstation?

Krebs vorbeugen

Alexander Hellwig von den Oberpfalz-Medien plant gemeinsam mit Prof. Christian Paetzel, Michaela Hutzler und Michael Reindl die Gesundheitsmesse. Mehr als 20 Aussteller und Fachfirmen werden auf der 2. NOGEM vertreten sein.

Ein Schwerpunkt liegt zudem auf Krebserkrankungen. Lässt sich dieser verhindern? Welche Rolle spielen die Gene? Wie ernähren bei Chemotherapie? All das gehört genauso dazu wie ein Vortrag zum Thema "Bringt der Roboter Vorteile im OP?" Kinder hingegen können sich Schminken lassen oder an einem Stand elektrisch Basketball spielen – natürlich immer mit dem Hintergedanken, dass regelmäßige Bewegung und Sport Krankheiten vorbeugt.

Weil Gesundheit und Ernährung ebenfalls zusammenhängen, wird auf der NOGEM auch gekocht. So präsentiert Martin Schiener seine Künste in einer Showküche. Der Chefkoch des Klinikums wird zeigen, dass sich die Attribute gesund und wohlschmeckend nicht ausschließen, und auch Oberpfälzer Küche keineswegs nur deftig sein muss. Schieners Spezialitäten werden anschließend unter den Gästen zur Verköstigung verteilt. Am Sonntag gibt es am Stand der Kliniken Nordoberpfalz AG außerdem ein Weißwurstfrühstück, das von Radio Ramasuri live übertragen wird.

Tanzen ist gesund

Auf der Aktionsbühne steht das Thema Bewegung im Mittelpunkt: Eine Rückenschule zum Mitmachen, Tipps für Selbstverteidigung, Reanimationstraining und Auftritte der Line-Dancer "Oldies but Goldies" sowie die Eleven der Ballettschule. Weil Tanzen Spaß macht und gesund ist, ist Mitmachen ausdrücklich erwünscht.

Die NOGEM wird von der Max-Reger Congress und Event GmbH gemeinsam mit den Kooperationspartnern Kliniken Nordoberpfalz AG und dem Verlagshaus Oberpfalz-Medien veranstaltet. Wie auch bei der ersten Messe 2017 wird mit über 5000 Besuchern gerechnet. Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche frei und kostet für Erwachsene drei Euro.

Die Menschen werden nirgendwo so umfassend und komprimiert über die Themen Gesundheit und Krankheit informiert, wie auf der NOGEM.

Christian Paetzel, Chefarzt am Klinikum Weiden

Christian Paetzel, Chefarzt am Klinikum Weiden

2. NOGEM Weiden: Alles rund um die Gesundheit

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