09.09.2019 - 15:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiden: Schulsozialarbeit wird weiter ausgebaut

Die Max-Reger-Schule machte 1997 den Anfang. Sie erhielt damals den ersten Schulsozialarbeiter. Inzwischen gibt es zehn Sozialpädagogen an Weidener Schulen. Eine elfte Stelle ist an der Europa-Berufsschule geplant.

Über 3000 Schüler aus Stadt und Land werden an der Europa-Berufsschule in Weiden unterrichtet. Die Einrichtung soll Anfang 2020 einen weiteren Jugendsozialarbeiter erhalten, der Jugendliche bei individuellen Problemen unterstützt.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Das Novum bei dieser Stelle: Sie soll in Zusammenarbeit des Weidener Jugendamtes mit dem Kreisjugendamt Neustadt besetzt werden. Der Dienstbeginn ist für Januar 2020 vorgesehen.

Experten unterscheiden in Weiden zwischen Schulsozialarbeit (SSA) - sie wurde auf Kosten der Stadt 1997 an der Max-Reger-Schule und 1998 an der Schule zur individuellen Lernförderung (Stötznerschule) eingeführt - und der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS). Letzteres ist auf ein gleichnamiges Förderprogramm des Freistaats Bayern zurückzuführen, das 2009 gestartet wurde. Die Stadt nutzte diese Chance, um die Jugendsozialarbeit an Schulen kontinuierlich auszubauen.

Zehn Jahre später zählt das Team dieser Sozialarbeiter insgesamt zehn Köpfe. Neben der Max-Reger- und Stötznerschule sind die Fachkräfte angesiedelt an Albert-Schweitzer-, Gerhardinger-, Hammerweg-, Rehbühl-, Hans-Sauer- und Hans-Schelter-Schule. Die ersten, die 2009 in den Genuss des neuen Förderprogramms kamen, waren die Pestalozzi- und die Europa-Berufsschule.

Außen vor sind derzeit die Clausnitzerschule, die Hans-und-Sophie-Scholl-Realschulen, die drei Weidener Gymnasien und die Staatliche Wirtschaftsschule. Wobei das Jugendamt schon vor einigen Jahren mehrfach Jugendsozialarbeit an der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule beantragt hat. Laut Kultusministerium fällt dieser Schultyp jedoch nicht unter die Förderrichtlinien. Mit dieser Begründung wurde sogar der dritte Antrag abgelehnt, den das Jugendamt nach dem tragischen Todesfall eines Schülers im Jahr 2014 eingereicht hatte.

Jugendsozialarbeit an Schulen stellt zwar eine wichtige Unterstützung für Jugendliche und Familien dar. Sie ist aber auch ein Indiz dafür, dass immer mehr Jugendliche auf Hilfsangebote von außen angewiesen sind. Der Ausschuss für Jugendhilfe und soziale Fragen wird sich deshalb in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 10. September, mit diesem Thema befassen. Das aktuelle Förderprogramm "JaS 1000" des Freistaats Bayern läuft übrigens zum Jahresende aus. Angeblich soll sich nahtlos daran ein neues Förderprogramm anschließen.

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