30.11.2020 - 18:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiden-West IV: Erster Betrieb könnte sich Anfang 2024 ansiedeln

Einen "optimistischen" Zeitplan zum geplanten Gewerbegebiet bekommen die Stadträte vorgelegt. Im Februar 2022 könnte der Bebauungsplan rechtskräftig werden. Mit eingerechnet ist da eine aktuelle Verzögerung.

Im "Sitzungssaal Max-Reger-Halle" präsentiert Baudezernent Oliver Seidel den Stadträten einen detaillierten Zeitplan zum geplanten Gewerbegebiet West IV.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Vielen Stadträten geht es nicht schnell genug mit dem Gewerbegebiet West IV. Nun müssen sie sich noch etwas länger gedulden: Baudezernent Oliver Seidel stellte in der Stadtratssitzung am Montag einen detaillierten Zeitplan vor – der sich um zwei Monate nach hinten verschiebt. Grund ist die Standortalternativen-Prüfung. Die stand aktuell zwar ebenfalls auf der Tagesordnung, allerdings benötigt sie laut Seidel "rhetorische und fachliche Nachschärfung". Mit einem rechtskräftigen Bebauungsplan wäre demnach im Februar 2022 zu rechnen. In der Diskussion wurde deutlich, dass sich der erste Betrieb dann ungefähr zwei Jahre später ansiedeln könnte.

Entscheidung über den Termin des Bürgerbegehrens

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Seidel bekannte allerdings auch, dass in dem Zeitplan "eine gehörige Portion Optimismus" stecke. Zudem wäre es natürlich zwingend, dass die Bürgerentscheide am 14. Februar pro West IV ausfallen. Nicht möglich sei es, einzelne Schritte noch zu beschleunigen oder Verfahren zu komprimieren, wie unter anderem Christian Deglmann (Bürgerliste) und Roland Richter (SPD) forderten. Probleme wegen der Rodungsbegrenzung von März bis September erkannte Deglmann: Man laufe Gefahr, das Zeitfenster zu verpassen und ein weiteres Jahr zu verlieren. Seidel widersprach: Schon eine gesicherte "Planreife" reiche aus, damit die Arbeiten beginnen können.

Dass Gisela Helgath (ÖDP) der Verwaltung vorhielt, Betriebe warteten seit 2011 vergeblich auf die Gewerbeflächen im Weidener Westen, brachte bei Stadtkämmerin Cornelia Taubmann das Fass zum Überlaufen. Sie sprach von einer "ganz normalen Verfahrensdauer" ohne größere Verzögerungen. Nach umfangreichen, notwendigen Vorarbeiten und einem ersten Bürgerentscheid 2014 sei der Beschluss zum Bebauungsplanverfahren 2016 gefasst worden. Helgaths Vorwürfe, so Taubmann, seien "echt unanständig".

West IV kommt auch in Haushaltsreden zur Sprache

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