12.02.2019 - 14:59 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Widersprüche nach Zugunglück

Waren die Schranken am Bahnübergang in Richtung Latsch tatsächlich geöffnet als ein Regionalzug am Sonntag einen Pkw am Heck erfasste? Die Frage ist immer noch nicht endgültig geklärt.

An diesem Bahnübergang bei Latsch ereignete sich am Sonntag das Unglück: Ein Regionalzug erfasste einen Pkw am Heck, der letztlich mit Totalschaden liegenblieb. Der Autofahrer kam mit leichten Verletzungen davon. Der Lokführer erlitt einen Schock.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Die bisherigen Ermittlungsergebnisse sind widersprüchlich, erklärt Polizeipressesprecher Mario Schieder am Dienstag. "Es gibt Beteiligte und Zeugen, die behaupten, die Schranke war offen. Laut Gutachten konnte an der Schrankenanlage aber kein technischer Defekt festgestellt werden." Dann hätte sie eigentlich geschlossen sein müssen, als der Regionalzug die Straße von der B 470 nach Latsch überquerte. "Licht in die Grauzone bringen", so Schieder, soll die Vernehmung des Lokführers. Die sei aber erst in den nächsten Tagen möglich.

Zur Erinnerung: Ein Regionalzug hatte auf der Fahrt von Weiden nach Bayreuth auf dem Bahnübergang den Wagen eines 24-jährigen Landkreisbewohners erfasst. Das Auto wurde gegen eine Leitplanke geschleudert und blieb mit Totalschaden liegen. Der 24-Jährige hatte Glück und kam mit leichten Verletzungen davon. Der Lokführer erlitt einen Schock. Die sieben Insassen der Bahn blieben unverletzt. Die Strecke musste rund zwei Stunden lang gesperrt werden.

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