13.12.2019 - 12:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Wolfgang Herzer zum gescheiterten NOC-Kunstraum: "Normal, über Geld zu reden"

Die Idee zu einem Kunst-Multifunktionsraum im NOC wurde nie umgesetzt. Stadt und Kulturschaffende geben sich gegenseitig die Schuld dafür. Nun meldet sich einer der Ideengeber, Wolfgang Herzer vom Kunstverein, zu Wort.

Wolfgang Herzer erinnert die Diskussion um den NOC-Kunstraum an ein anderes Vorhaben: eine städtische Galerie. Beide Vorhaben scheiterten.
von Beate-Josefine Luber Kontakt Profil

Wir erinnern uns: Beim Kulturbrunch wurde beklagt, dass die Stadt nicht auf die Vorschläge der Initiatoren zum Kunstraum reagierte.

Der Artikel zum Kulturbrunch

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Oberbürgermeister Kurt Seggewiß sagt später, dass es tagelange Diskussionen dazu gab. Letztendlich habe es daran gescheitert, dass die Initiatoren kein Geld ausgeben wollen. "Die Kunst will alles umsonst. Ich sage: Das geht nicht", beschwerte er sich.

Der Bericht zur Antwort des OB zur Kulturkritik

Weiden in der Oberpfalz

Nun meldet sich einer der Initiatoren des NOC-Kunstraums, Wolfgang Herzer, zu Wort. Der Vorsitzende des Kunstvereins stellt erst einmal klar: "Den besagten Raum im NOC hatte nicht die Stadt ihrer Weidener Kunstwelt angeboten. Es war eine Idee des Investors."

Herzer verteidigt nach wie vor die Forderung, dass die Stadt die Kunst und Kultur mehr unterstützen muss. Denn immerhin profitiere Weiden immens davon: " Ich meine, dass es etliche kulturelle Vereine in Weiden gibt, die hervorragende, überörtlich und überregional wirksame Image-Werbung für ihre Stadt schaffen. Sie vollbringen damit eine Leistung, bei der es ganz normal sein sollte, über Geld zu reden, auch in harten Zeiten, denn für die Kulturleute, die sich um die so berühmten weichen Standortfaktoren kümmern, sind ja die harten Zeiten auch sehr hart."

Zum NOC-Kunstraum gebe es eine lange Vorgeschichte: Denn schon lange wollten Weidener Kunstvertreter ein städtisches Kunstmuseum, das sich nicht aus Stadtgeldern, sondern durch Sponsoren finanziere. Nach vielen Widerständen und Bedenken habe der Oberbürgermeister 2011 aus eigenem Antrieb die Sache vorangetrieben. " Das waren gute Vorsätze, allerdings verliefen sie wieder im Sande", erinnert sich Herzer.

Im Fondara-Angebot sieht der Kunstvereinvorsitzende die Idee der städtischen Galerie neu aufleuchten. Zur Diskussion um den NOC-Kunstraum erinnert er sich, dass die Initiatoren früh klarstellten, "dass eine zentrale städtische Einrichtung wie diese ehrenamtlich und ganz kostenfrei nicht zu stemmen wäre". Doch auch diese Idee sei gescheitert.

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