Weiden in der Oberpfalz
20.05.2026 - 10:48 Uhr

Zwei Beiträge von Oberpfalz-Medien kommen in Endauswahl für den Konrad-Adenauer-Preis

Der Preis gilt als "Oscar" für Lokaljournalisten – und ist entsprechend begehrt. Knapp 300 Bewerbungen gab es in diesem Jahr. In der Endauswahl standen gleich zwei Inhalte von Oberpfalz-Medien.

Das ist das Team vom Podcast "Aus böhmischen Dörfern". Grafik: Leonie Pielenhofer, Marco Meier, Gabi Schönberger
Das ist das Team vom Podcast "Aus böhmischen Dörfern".

Den Herbert-Quandt-Preis für herausragenden Wirtschaftsjournalismus hat ein Beitrag von Oberpfalz-Medien gerade erst gewonnen. Die Preisverleihung an Redakteur Wolfgang Würth in Frankfurt am Main steht noch aus. Nun sorgen dieser bereits prämierte Inhalt zum Aufstieg und Fall der Firma Ziegler sowie ein Podcast von Oberpfalz-Medien zu einem ganz anderen Thema auch anderswo für Aufsehen: in Köln.

281 Einsendungen haben sich dort um den Konrad-Adenauer-Preis beworben, der als "Oscar" für Lokaljournalistinnen und -journalisten gilt. Die drei ersten Preise haben Inhalte des Kölner Stadt-Anzeigers, der Saarbrückener Zeitung und des Berchtesgadener Anzeigers abgeräumt. Doch neben den Preisträgern haben es sechs weitere Medienhäuser mit Inhalten in die Endauswahl geschafft. Mit dabei laut einer Pressemitteilung der Konrad-Adenauer Stiftung: Oberpfalz-Medien. Und das gleich mit zwei Beiträgen. Ein Alleinstellungsmerkmal.

Zum einen, so heißt es, hat das Medienhaus mit Sitz in Weiden und Amberg mit der "spannenden Wirtschaftsberichterstattung über die Insolvenz eines der größten Arbeitgeber in der Region" überzeugt. Hier nimmt die Jury Bezug auf das im vergangenen Herbst erschienene Dossier "Ziegler – Aufstieg und Fall". Zum anderen begeisterte die Podcast-Reihe "Aus Böhmischen Dörfern", in der die beiden Redakteure Wolfgang Würth und Maria Oberleitner zusammen mit Tschechien-Expertin Magdalena über die Nachbarn jenseits der deutsch-tschechischen Grenze berichten. Die Themen sind bunt, nah am Lebensalltag der Menschen vor und hinter der Grenzen. Hier werden etwa zehn Dinge genannt, die Tschechen über Deutsche denken, wie böhmische Knödel und Kolatschen gelingen oder was die Tschechen derart an Eishockey und Eisbaden begeistert.

Mit dem Konrad-Adenauer-Preis sollen jährlich die Leistungen und die Bedeutung der Arbeit von Lokaljournalistinnen und Lokaljournalisten gefördert werden, betont die gleichnamige Stiftung. Die Kriterien seien anspruchsvoll. So heißt es, "in die Auswahl kommen nur Zeitungen, die bürgernahe Konzepte umsetzen, schwierige Themen aufgreifen, sich zum Anwalt der Leser machen oder engagierten Service bieten".

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