03.12.2020 - 13:55 Uhr
WeidingOberpfalz

Ein Rodungsheiliger als Schutzpatron der Weidinger Pfarrkirche

Der Weidinger Pfarrkirche steht der Gedenktag ihres Schutzpatrons ins Haus. Zu Ehren des heiligen Nikolaus wird am Sonntag ein Festgottesdienst gefeiert. Das Patronat ist schon seit dem Mittelalter dokumentiert.

Das Bild mit dem heiligen Nikolaus über dem Altar stammt aus dem Jahr 1958.
von Ludwig HöcherlProfil

Ein Blick in die Vergangenheit Weidings zeigt, dass bereits im Jahr 1270 die Ortschaft und die "gemauerte Kirche" sowie 26 umliegende Dörfer urkundlich erwähnt wurden. Dies hat der ehemalige Pfarrer Paulinus Fröhlich unter anderem in seiner Chronik im Jahr 1956 beschrieben. Geweiht ist das Gotteshaus dem heiligen Nikolaus, der auch zu den Rodungsheiligen zählt.

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Weiding

Emmi Baier, die den aktuellen Kirchenführer der Pfarrkirche mit verfasste, sieht den Ursprung für die Wahl des Kirchenpatrons darin, dass in der Zeit der ersten Erbauung in dieser Gegend sehr viel zu roden war, um das Land urbar zu machen. Von Schäden wurde die Kirche im Lauf der Jahrhunderte nicht verschont. Zuletzt war es bei einem Brand im Jahr 1836, dem neben 72 Häusern, Schule und Pfarrhof auch die Kirche zum Opfer fiel. Auf dem Trümmern des alten Gotteshauses wurde eine neue errichtet. Wenn auch der Turm erst zur Hälfte fertiggestellt war, erfolgte am 9. Oktober 1842 die kirchliche Weihe.

Nach der Gegenreformation übernahm im Jahr 1806 der bis dahin in Stadlern wirkende Benefiziat Anton Hutschenreuther als Pfarrer die neue errichtete Pfarrei. 27 Priester folgten dem Geistlichen bis zur Zusammenlegung der Pfarrei zu einer Gemeinschaft mit Schönsee im Jahr 2017 nach. Im August 2017 wurde als letzter Pfarrer Adrian Lata, der seit 1991 in Weiding wirkte, verabschiedet.

Mit einem Festgottesdienst feiern die Gläubigen am Sonntag, 6. Dezember, um 8.30 Uhr, in der Pfarrkirche Sankt Nikolaus den Schutzpatron ihres Gotteshauses.

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