Zum 18. Mal hatten die Feuerwehr und die „Weiherer Kirwaleit“ zum Festplatz am Fuße des Rothbühl eingeladen. Sie können das Fest als vollen Erfolg verbuchen. Stolze 32 Meter ragte der Kirwabaum in den Himmel. Für Kirchenpfleger Hermann Ott war es wieder eine Ehrensache, den Baumriesen zu spendieren. Die Kirwaburschen holten den Baum am Samstagmorgen ein, die Moidln sorgten für den Schmuck.
Am Nachmittag packten gut drei Dutzend Mannsbilder an, um ihn auf dem Sportplatz in die Senkrechte zu hieven. Am Abend herrschte gleich Superstimmung – das Verdienst der Gruppe „D’Übler-Boum“. Von den Musikanten auf Touren gebracht, trat so mancher Gast den Heimweg erst beim Morgengrauen an.
Die Weiherer sind sich bewusst, dass ihre Kirwa ursprünglich ein religiöses Fest ist – das bewies der Sonntag. Beim von Stadtpfarrer Johann Hofmann zelebrierten Gottesdienst war die Dorfkirche Mariä Opferung voll besetzt. Trotz durchzechter Nacht war es für die neun Kirwaboum und Kirwamoidln selbstverständlich, die Messe mitzufeiern. Beim Mittagessen ließen sich die Besucher zu den Klängen der Gruppe „Kreiz&Quer“ den Schweinebraten und die Schnitzel aus der Küche der Metzgerei Geyer schmecken.
Kurz nach 15 Uhr marschierten die Kirwapaare angeführt von „Kreiz&Quer“ auf den von zahlreichen Besuchern gesäumten Sportplatz zum Baumaustanzen ein. Mit ihren Darbietungen bewiesen sie, dass Kreisheimatpfleger Dieter Kohl als Tanzlehrer ganze Arbeit geleistet hatte. Es gab viel Applaus für das Fensterl, die Kutsche, den Zwiefachen den Siebenschritt und die Sternpolka. Der Kirwawalzer endete mit der Kür von Stefanie Wunschel und Alexander Braun zum neuen Ober-Kirwapaar.
Kenner der Weiherer Kirwa erinnerten sich daran, dass 2008 nach 60-jähriger Pause Weiherer Kirwapaare erstmals wieder beim „Müllner“ ihren Kirwabaum austanzten. Sepp Braun vom „Schloch“ (Neuersdorf) hatte dazu die Initiative ergriffen – der Vater des neuen Ober-Kirwaboum. Bei der „Wiedergeburt“ 2008 war auch Daniel Stiegler als Kirwabou mit von der Partie. Seither hat er sich Jahr für Jahr bei den jeweiligen Kirwa-Moidln einen legendären Ruf als Tanzpartner erworben. Heuer wurde er mit einem Ehrentanz als Kirwabursch in Rente geschickt. Das Abschiedsgeschenk hatte er sich (heimlich) selber ausgesucht: Der Schlawiner wollte doch tatsächlich die Kirwaliesl stibitzen. Die Rechnung hatte er aber ohne Alexander Braun und Markus Hanauer gemacht. Nach der Austanzzeremonie hielt der Maunz Franz die Gäste bis in die Nacht hinein bei Laune.
Am Kirwamontag fanden sich viele Firmen- und Behördenvertreter aus Hirschau und Umgebung zum Mittagessen ein. Rund ging es dann im Dorf beim Kirwabärtreiben. Dieses Mal erwischte es Florian Ott. Zum Endspurt spielte am Abend die Gruppe „Mir 3 und du“ auf und sorgte nach einhelliger Meinung für Stimmung. Schlussakt war die Verlosung des Kirwabaumes. Ihn gewann Kirwabursch Ludwig Heil. Eine positive Schlussbilanz zogen auch die Dorffrauen und Kiwamoidln: Sämtliche 300 von ihnen gebackenen Köichln und 30 Kuchen waren ausverkauft.





















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