Weiherhammer
31.05.2019 - 15:13 Uhr

BHS Corrugated baut und investiert in Digitaldruck

Erst im Herbst 2017 feierte die BHS Corrugated die Einweihung ihrer neuen Firmenzentrale. 65 Millionen Euro hat der Gebäudeverbund, den viele liebevoll "Ufo" nennen, gekostet. Bald will der Maschinenbauriese schon wieder bauen.

Das Life-Cycle-Building der BHS Corrugated ist zweifelsohne ein Hingucker. Eine ähnlicher Bau soll ab nächstem Jahr unmittelbar daneben entstehen. Bild: Gabi Schönberger
Das Life-Cycle-Building der BHS Corrugated ist zweifelsohne ein Hingucker. Eine ähnlicher Bau soll ab nächstem Jahr unmittelbar daneben entstehen.

"Das war zu den Planungszeiten des Life-Cycle-Buildings noch nicht absehbar," erklärt Technik-Geschäftsführer Norbert Städele das neue Projekt. Life-Cycle-Building ist der offizielle Name des Ufos. Er soll ausdrücken, dass darin Produktion, Planung, Verwaltung und Entwicklung ineinander übergehen.

Dieser Prozess ist noch nicht beendet. Deshalb soll nun nach Informationen der Oberpfalz-Medien ein zweites Ufo am Beckenweiher landen, das sich optisch an der bestehenden Immobilie orientiert. In unmittelbarer Nachbarschaft des Life-Cycle-Buildings soll erneut der Chemnitzer Architekt Rico Sprenger eine Halle für Entwicklung und Produktion neuer Digitaldruckmaschinen konzipieren. Zusätzlich sollen dort die Fachbereiche IT, Finanzen und Personal unter einem Dach zusammengefasst werden.

Der Baubeginn ist laut Städele für das Frühjahr 2020 anvisiert, 2021 soll die Immobilie stehen. Wie groß sie wird, wie viele Arbeitsplätze dadurch entstehen, wie hoch die Investition ist, verrät die BHS nicht. Man befinde sich noch im "Ideenstatus" heißt es dazu aus dem Unternehmen.

Am Digitaldruck forschen die Wellpappe-Spezialisten allerdings schon seit 2008. Im Gegensatz zum bewährten Riffelwalzendruck, der die Welle in eine Kartonage formt, ist beim Digitaldruck kein Kontakt zur Oberfläche mehr vorhanden. "Das geht besser auf die Struktur der Wellpappe ein und bringt bessere Qualität", erläutert Städele.

Dahinter stecke eine enorme Rechnerleistung. Die Digitaldruckmaschine schaffe 300 Meter pro Minute oder 6 Meter pro Sekunde auf 2,20 Meter Breite. Wer das auf seinen Tintenstrahldrucker am heimischen PC umrechnet. kommt auf 280-DIN-A-4-Seiten pro Sekunde. Dieses Verfahren sei "weltweit einmalig", ist Städele überzeugt. "Wir drucken auf Papier und integrieren den Druckprozess in den Herstellungsprozess auf die Papierrolle unmittelbar vor der Herstellung der Wellpappe." Dieses Prinzip soll die Position als Weltmarktführer weiter stärken.

Auf dieser Fläche ist die neue Halle für die Produktion von Digitaldruckmaschinen geplant. Bild: phs
Auf dieser Fläche ist die neue Halle für die Produktion von Digitaldruckmaschinen geplant.
 
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