(sbü) Beteiligt ist auch Sega, der Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter. Vorrangig neue Wohn- und Lebensformen für Senioren sollen bei Alia entstehen. "Alte Menschen sind oft in separaten Einheiten untergebracht", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Luce-Stiftung, Christian Engel, bei der Vorstellung des Konzepts im Rathaus.
Keine Luxusgeschichten
14 000 Quadratmeter stehen auf dem von der Luce-Stiftung erworbenen Gelände für das Vorhaben zur Verfügung. Engel betonte ausdrücklich, "es geht nicht um ein neues Geschäftsmodell und nicht um Konkurrenz zum Vorhandenen, sondern um eine Ergänzung". Salopp formulierte er: "Wir wollen keine Luxusgeschichten machen." Und nichts von dem Projekt habe mit der BHS zu tun. Als Verantwortlichen für die Entwicklung des Konzepts stellte Engel David Rester, Gerontologe und Pflegewissenschaftler, vor. Bis vor kurzem unterrichtete dieser als Professor an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften. Jetzt kümmert er sich um Alia und erläuterte die bisherigen Planungen. Im Mittelpunkt steht das Motto, "gutes Altern, gute Pflege". Noch stünde das Konzept in allen Einzelheiten nicht fest. Zwei Jahre sollen die Vorbereitungen dauern, dann werde es umgesetzt.
Zentrales Element der Planung ist die Bürgerbeteiligung in der Gemeinde. Alia soll als Sozialraum in und für Weiherhammer entwickelt werden. Enge Kontakte soll es auch zur Wissenschaft geben. Neue Bildungsangebote, unter anderem ein Bereich Pflege am Übzo, sollen entwickelt werden. Eine wichtige Position im Konzept sei die Einbindung Ehrenamtlicher. "Unser Ziel ist es, ein positives Altersbild entstehen zu lassen." Der Sozialraum Alia könne "Magnetorganisation mit Wirkung auf Alt und Jung" werden. Ein Beirat das Vorhaben begleiten. Hoffnung bestehe auch auf spätere Finanzierungsbeiträge nach dem Sozialgesetzbuch.
Förderung beantragen
In einer Auftaktveranstaltung wird die Bevölkerung zum ersten mal mit eingebunden. Finanzielle Beteiligungen Dritter seien möglich. Fördergelder, auch aus dem Forschungsbereich, sollen beantragt werden. Gerne wollen die Verantwortlichen nach Fertigstellung des Konzepts ihr Wissen an andere weitergeben.
Für Bürgermeister Ludwig Biller geht es um eine "zukunftsorientierte Seniorenpolitik". Das Vorhaben werde eng in die Infrastruktur der Gemeinde eingebunden. Sega-Vertreter Klaus Gebel lobt das Vorhaben, denn "alte Menschen haben oft eine Abneigung, in ein Heim zu gehen". Wolfgang Kraus empfiehlt als Sprecher des katholischen Pfarrgemeinderats, dass bei Alia "der Mensch immer im Mittelpunkt stehen muss". www.onetz.de/-id2438919.html














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