15.03.2020 - 21:40 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Ludwig Biller bleibt Bürgermeister in Weiherhammer

Die Kommunalwahl ist zu Ende, in Weiherhammer bleibt alles beim Alten. Mit hervorragenden Ergebnissen überragte Ludwig Biller (CSU) seinen Konkurrenten Rainer Vater (SPD). Vater zeigte sich als fairer Verlierer.

Glückwünsche für Bürgermeister Ludwig Biller: Konkurrent Rainer Vater und seine Frau Rita gratulieren Biller zum Erfolg.
von Siegfried BockProfil

Um 18.55 Uhr stand es fest: Ludwig Biller bleibt Bürgermeister der Industriegemeinde. Er erhielt mit 67,7 Prozent der Stimmen einen neuen, klaren Auftrag. „Die Wähler und Wählerinnen haben meine Arbeit honoriert. Auch in den nächsten sechs Jahren werde ich mein Bestes geben“, sagte Biller. Rainer Vater (SPD), den 2014 nur 49 Stimmen vom Sieg getrennt hatten, zeigte sich als fairer Verlierer. Er ging auf den CSU-Mann zu und gratulierte ihm zum Erfolg - ohne weiteren Kommentar. Es hatte auch im Voraus keine Streitpunkte zwischen den beiden Kandidaten gegeben.

Ein Trend zeichnete sich schon nach dem Eintreffen des Ergebnisses aus dem Stimmbezirk Kaltenbrunn-Dürnast ab. Dort erhielt Biller 63,4 Prozent. Vater schnitt am Besten in der Mittelschul-Sporthalle ab, mit 40,5 Prozent. In der Aula der Mittelschule lag Biller mit 65,5 Prozent vorne. In allen drei Briefwahlbezirken sahnte der Rathauschef mit 70,9, 69,3 und 68,4 Prozent ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 72 Prozent. Davon waren 53,5 Prozent Briefwahl.

Außer den Angehörigen von Rainer Vater und der Familie Biller verfolgten nur vier Zuschauer die Bildschirmpräsentation im Sitzungssaal. Wegen des Coronavirus hatte die CSU auf eine große Wahlparty verzichtet. Freunde und Anhänger empfingen „ihren Bürgermeister“ im TSG-Sportheim mit Beifall. Die SPD traf sich in der Pizzeria „Manuela“ und hoffte auf ein besseres Abschneiden bei der Gemeinderatswahl.

Gemeinderatswahl Weiherhammer:

Der hohe Anteil der Briefwähler sorgte dafür, dass die Sitzverteilung im Gemeinderat erst gegen 23 Uhr klar war. In Weiherhammer gibt es nach Auflösung der FWG nur noch zwei Fraktionen. Davon profitierte am stärksten die CSU (65,3 Prozent). Sie stellt nun 10 der 16 Sitze und konnte so ihre Dominanz noch ausbauen. Auf die SPD (34,7 Prozent) entfallen 6 Sitze.

CSU: Julian Kraus (2942 Stimmen), Ludwig Biller (2872), Severin Hirmer (2329), Thomas Schönberger (1403), Silke Bauer (neu, 1250), Ralph Egeter (neu -1221), Julia Härning (1189), Georg Leo Tafelmeyer (neu -1171), Nicole Presche (neu -1127), Wolfgang Krauß (neu -1043). Weil Ludwig Biller wieder Bürgermeister ist, rückt Armin Goschler (neu -1034) in die Fraktion nach.

SPD: Rainer Vater (1992), Andreas Solter (1523), Jürgen Oheim (neu -1052), Johanna Krauß (1029), Daniel Schweiger (neu -965), Mirko Bertl (729).

Bemerkenswert: Aus Kaltenbrunn schafften alle fünf Kandidaten den Einzug.

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