Bei einer Besprechung am Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) am 26. September habe man sich darauf verständigt, entgegen der bisherigen Absicht die Maßnahme als einfache Dorferneuerung für Kaltenbrunn anzugehen, sagte amtierender Bürgermeister Herbert Rudolph. Dadurch sei eine um rund 100000 Euro höhere Förderung möglich. Zudem könnten Privatvorhaben bezuschusst und weitere Fördermöglichkeiten aufgetan werden.Dazu kämen eine einfachere Verfahrensabwicklung.
Nach den derzeitigen Konditionen beträgt der Fördersatz 39 Prozent, zuzüglich eines Bonus' von 10 Prozent für eine Sonderförderung im Hinblick auf die demografische Entwicklung. Dies könne jedoch nur für 2018 zugesagt werden, bemerkte Rudolph. Dies setze voraus, dass das ALE den Bescheid noch dieses Jahr erlasse, da der finanzkraftabhängige Förderhöchstsatz für die Gemeinde Weiherhammer 2019 voraussichtlich deutlich niedriger liegen werde.
Einstimmig genehmigten die Fraktionen den Entwurf des Architekturbüros Schönberger vom 15. Oktober zur Neugestaltung und Aufwertung der Ortsmitte und die darauf basierende Kostenermittlung, die mit einer Gesamtsumme von brutto 1,93 Millionen Euro schließt. Das Maßnahmengebiet wird auf Anregung von Wolfgang Braun um den Bereich "Am Lindenbach" ergänzt. Die Verwaltung wurde beauftragt, unverzüglich die nötigen Anträge zu stellen.
"Kaltenbrunn liegt in einem Raum mit besonderem Handlungsbedarf," betonte Architekt Christian Schönberger. Es gehe um sechs Bereiche: die einreihige Baumallee als Pendant zur denkmalgeschützten Stodlreihe, "Am Graben", die Einmündung Raiffeisenstraße, den Marktplatz-Süd, den Marktplatz-Nord und den Marktplatz-West. "Es werden 34 Anwesen neu erschlossen und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowie Orte der Begegnung geschaffen", fügte Schönberger hinzu.
Zur Frage von Wolfgang Braun erklärte der Architekt, dass die bisherige Schulbushaltestelle in die vorhandene Haltestelle integriert werde. Diese werde deutlich vergrößert und damit sicherer. Brauns Frage, ob mit den Grundstücksbesitzern wegen der Baumallee schon gesprochen worden sei, beantwortete Schönberger mit Nein.
Die einfache Dorferneuerung berücksichtige auch Hochbaumaßnahmen, fuhr Schönberger fort. So gibt es Überlegungen für das ehemalige denkmalgeschützte Schulhaus und um das ehemalige Rathaus. Ferner sei eine deutliche Entsiegelung im Ortskern hin zu mehr Grünflächen vorgesehen.












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