Wendern bei Bärnau
29.06.2018 - 13:36 Uhr

Stummes Kind kann wieder reden

In Wendern steht das zweitägige Dorfangerfest an. Diesmal gibt es ein besonderes Jubiläum.

Die Dorfkapelle ist seit 125 Jahren ein Zeichen der Tradition und des Glaubens in Wendern. Bei dem kleinen Gotteshaus beginnt am Sonntag, 1. Juli, mit einem Gottesdienst das Dorfangerfest. exb
Die Dorfkapelle ist seit 125 Jahren ein Zeichen der Tradition und des Glaubens in Wendern. Bei dem kleinen Gotteshaus beginnt am Sonntag, 1. Juli, mit einem Gottesdienst das Dorfangerfest.

(exb) In Wendern steht das zweitägige Dorfangerfest an. Diesmal gibt es ein besonderes Jubiläum. Aus Dankbarkeit über die Heilung eines stummen Kindes, dass wieder reden konnte, baute Norbert Gmeiner 1893 auf seinem Grundstück eine Kapelle. Sie wurde am damaligen Hauptverbindungsweg von Wendern nach Hermannsreuth errichtet und der Muttergottes gewidmet.

Seit 1895 wird diese Kapelle von der Familie Fehr bereits über mehrere Generationen liebevoll unterhalten. 1898 bekam das kleine Gotteshaus die noch heute in ihr befindliche Muttergottes, die sich früher am historischen Dorfkreuz von Wendern befand. Diese Madonna ist sogar noch älter als die Kapelle, denn sie wurde 1830 in Annaberg in Böhmen geschnitzt. Über Jahrzehnte wurde die Gebetsstätte genutzt und ist deshalb ein Zeichen der Tradition und des Glaubens in dem kleinen Ort. Aus Anlass des 125. Jahrestags beginnt am Sonntag, 1. Juli, um 9 Uhr das Wenderner Dorfangerfest mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel direkt an der Kapelle.

Die Messe zelebriert der in der Region inzwischen gut bekannte Pfarrer Erwin Bauer aus Eslarn. Die musikalische Begleitung erfolgt durch die Blaskapelle Thanhausen, die anschließend für Unterhaltung beim Frühschoppen mit Weißwurstessen sorgt. Zudem gibt es Mittagessen. Am Sonntagnachmittag sorgen auf dem eingegrünten Dorfanger in der Mitte der Ortschaft die "Bärnauer Originale", Günther Freundl und Willi Roth, für Biergartenstimmung. Passend dazu kann man sich mit Kuchen und Torten verwöhnen - natürlich selbstgebacken von den Frauen der Ortschaft - lassen. Neben dem Spielplatz wird eine Hüpfburg aufgebaut. Jung und ältere Gäste können das Bogenschießen üben.

Obwohl es nicht mehr viele Feste in der Region mit dem Fest-Montagabend gibt, bleiben die Wenderner auch hier der Tradition treu. So sorgen am Montagabend, 2. Juli, "Tina und Gerd" für Unterhaltung und Stimmung im Festzelt. Der Festbetrieb beginnt bereits gegen 19 Uhr mit der traditionellen Ankunft der Fahrradfahrer der TG Tirschenreuth. Des Weiteren werden der Wenderner Maibaum und eine große Anzahl weiterer wertvoller Preise verlost.


Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.