Zwei versuchte Schockanrufe im nördlichen Landkreis Regensburg sind am Dienstag ohne finanziellen Schaden geblieben. Nach Angaben der Polizei erhielt eine Frau aus Wenzenbach, die älter als 90 Jahre ist, gegen 14.20 Uhr einen Anruf von einer vermeintlichen Tochter. Die Anruferin habe behauptet, einen schweren Verkehrsunfall verursacht zu haben. Für eine lebensrettende Operation des Unfallgegners sei ein sechsstelliger Betrag nötig. Die Seniorin sei zunächst verunsichert gewesen, habe den Betrugsversuch nach einigen Minuten aber erkannt und das Gespräch beendet.
Ähnlich lief es laut Polizeibericht gegen 17.45 Uhr bei einem 86-Jährigen aus Lappersdorf. Ein Unbekannter habe sich als Professor eines Universitätsklinikums ausgegeben und behauptet, bei der Enkeltochter des Mannes sei eine Krebserkrankung festgestellt worden. Für die angeblich notwendige Behandlung habe er einen fünfstelligen Geldbetrag gefordert. Der 86-Jährige schöpfte Verdacht, wollte selbst ins Krankenhaus fahren und wurde bei einer Nachfrage beim genannten Klinikum auf einen möglichen Betrugsversuch hingewiesen. In beiden Fällen entstand kein Schaden.
Die Polizeiinspektion Regenstauf weist darauf hin, dass echte Polizeibeamte, Ärzte oder andere Amtsträger am Telefon niemals die Übergabe oder Überweisung hoher Geldbeträge verlangen. Im Zweifel solle man auflegen, die betreffende Person unter der bekannten Telefonnummer zurückrufen und die Polizei verständigen.













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