10.02.2019 - 16:55 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Den Alltag ausblenden

Kerzen und Lichteffekte, Meditation, Gebet und Musik dominieren bei der "Nacht der offenen Kirche". Der Pfarrgemeinderat St. Anna Wernberg hat diese besinnliche Auszeit organisiert.

„St. Anna“ war bei der „Nacht der offenen Kirche“ eindrucksvoll beleuchtet. Die Besucher waren sehr angetan von der wohltuenden Atmosphäre.
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Die Seitentür war absichtlich versperrt und so mussten alle Besucher die Kirche St. Anna durch das hintere Hauptportal betreten. Es bot sich ihnen ein überwältigender Anblick. Der gesamte ältere Bereich der Kirche und der Altarraum waren mit unzähligen flackernden Kerzen geschmückt. Verstärkt durch elektrische Strahler, die von unten die schönen gotischen Gewölbestreben beleuchteten, entstand ein bezauberndes und anheimelndes Bild des ohnehin schönen Raums. Unterstützt wurde die stimmungsvolle Atmosphäre noch durch die Stille im Gotteshaus. So füllte sich auch nur der hintere Teil der Sitzreihen und ließ den Blick frei für die schönen Lichteffekte.

Mit ruhiger und meditativer Orgelmusik von Christian Dorner begann das Rahmenprogramm. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Markus Ertl sang die Gemeinde "Beginn du all meine Tage". Als Erster der vier Chöre war der Singkreis Neunaigen, geführt von Gabriele Kastner, mit modernen Klängen zu hören. Nach "The Rose" kamen gefühlvoll "Halleluja" und "Here I am". Anschließend folgten meditative Gedanken zur "Zeit" und passend dazu das gemeinsame Lied "Meine Zeit steht in deinen Händen", wiederum begleitet von Christian Dorner an der Orgel.

Ausdrucksstark präsentierte nun der Chor von St. Josef die Lieder "Venite adoremus", "Ein Licht in dir geborgen" und "Gott mag segnen", geleitet und unterstützt von Willi Butz am Klavier. Zwischen den Auftritten der Chöre waren jeweils ein gemeinsames Lied und eine Meditation mit Stille eingestreut.

Der Kirchenchor Glaubendorf unter der Leitung von Benedikt Scheidler intonierte "Gott ist da", "Meine Seele preist" und "Stille vor dir" in ebenfalls eindrucksvoller Weise. Nach dem gemeinsamen "Da berühren sich Himmel und Erde" stellte sich zum Schlusshöhepunkt der Chor St.Anna, dirigiert von Helmut Burkhard, nun für seine drei einfühlsamen Lieder im Altarraum auf, bevor nach den "Segenswünschen" vom Pfarrgemeinderat Pfarrer Ertl den Abendsegen "Der Herr segne" anstimmte. Gemeinsam mit "Wer glaubt ist nie allein" beendeten die Besucher diesen gelungenen meditativen Abend in der Kirche.

Als sie besinnlich gestimmt das Gotteshaus verließen, erwartete sie zu ihrer Freude heißer, duftender Glühwein, den sie plaudernd mit Freunden und Bekannten genossen. Pfarrgemeinderatssprecherin Petra Hartinger zeigte sich im Anschluss erfreut über die "überwältigende Resonanz bei den Besuchern". Es sei wichtig, den Alltag einfach mal auszublenden. Es werde auf jeden Fall wieder so eine Nacht geben.

Auch der Chor von St. Josef bereicherte als einer von vier Chören den meditativen Abend
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