24.09.2020 - 11:29 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Feuerwehr-Kosten genau kalkulieren

Es gibt Ärger mit Versicherungen, wenn Feuerwehreinsätze abgerechnet werden. Dem will der Marktrat Wernberg-Köblitz entgegenwirken. Außerdem soll die Straßenbeleuchtung besser und billiger werden.

Verschiedene Einsätze und Leistungen der gemeindlichen Feuerwehren können mit Versicherungen abgerechnet werden. Die Kostensätze müssen für jedes Fahrzeug und Gerät explizit festgesetzt werden.
von Richard BraunProfil

Das Bayerische Feuerwehrgesetz ermöglicht den Gemeinden, die bei Einsätzen entstandenen Kosten für ihre gemeindlichen Feuerwehren abzurechnen. Die Kostensätze richten sich nach eine Pauschale des Bayerischen Gemeindetages. Für die Kostenerstattung fordern Versicherungen verstärkt eine explizite Berechnung der jeweiligen Kosten der Fahrzeuge und Geräte.

Sind diese nicht nachweisbar, kann die geforderte Summe nicht wie veranschlagt eingefordert werden. Die Kosten müssen somit für jedes Fahrzeug oder Gerät eigenständig kalkuliert werden. Diese Aufgabe will die Marktgemeinde dem Büro "Heyder + Partner" zum Angebotspreis von 4500 Euro übertragen. Die berechneten Kostensätze sollen zum Jahreswechsel in Kraft treten. Das beschloss der Marktrat in seiner zurückliegenden Sitzung.

Aus für Neonröhren

Die jahrzehntelang für die Straßenbeleuchtung eingesetzten Neonröhren und Quecksilberdampf-Lampen haben ausgedient und werden durch moderne LED-Technik ersetzt. In der Marktgemeinde gibt es 1182 Brennstellen, die im Jahr 224 000 Kilowattstunden Strom verbrauchen. Die Gemeindekasse berappt dafür rund 50 000 Euro Stromkosten pro Jahr. Moderne LED-Technik kann den Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent senken - bei optimierter Lichtverteilung und sehr guter Farbwiedergabe.

Darüber informierte Wolfgang Dumm den Marktrat in seiner zurückliegenden Sitzung. Als Kommunalbetreuer der "Bayernwerk Netz" zeigte er dem Gremium die Vorteile der Umrüstung auf und warf einen Blick auf die Kostenseite. In der Vergangenheit wurden bereits 532 Brennstellen auf LED-Technik oder Energiesparlampen umgerüstet. Den verbliebenen von Rest von 650 Lampen will die Marktgemeinde in zwei Schritten umbauen. Dabei kommt je nach Lampenart und Standort ein Austausch des Leuchtkörpers oder der Wechsel des gesamten Leuchtenkopfes zur Ausführung.

Ausgemachtes Ziel ist es, möglichst viele der alten Langfeldleuchten zu ersetzen und alle Quecksilberdampf-Lampen aus dem Verkehr zu ziehen. Im ersten Schritt kommen dafür 259 Lampen in Betracht, die Kosten in Höhe von 77 738 Euro netto verursachen. Die Amortisation durch die Einsparung würde 8,3 Jahre dauern. Über die Umrüstung der restlichen Lampen wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Bürgermeister Konrad Kiener informierte, dass der Tierschutzverein die gemeindliche Fundtierpauschale, die für die Aufnahme, Betreuung und Pflege von Fundtieren im Landkreis verlangt wird, angepasst werden soll. Gründe dafür sind gestiegene Tierarzt- und Personalkosten, die jährlich 300 000 Euro erfordern. Bisher zahlte der Tierschutzverein die Mehrkosten für Fundtiere aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Dies ist aber weiterhin nicht möglich. Die jährliche Fundtierpauschale soll deshalb von 0,50 Euro auf 1 Euro pro Einwohner angehoben werden. Die Erhöhung würde die jährlichen Kosten für die Marktgemeinde von bisher 2800 Euro auf 5600 Euro verdoppeln. Der Marktrat stimmte der Erhöhung zu.

Auftrag vergeben

Die Vergütung der Schülerbeförderung im freigestellten Schülerverkehr soll angepasst werden. Sie erhöht sich von 40 Euro auf 43 Euro je Tag und Tour. Auch dem stimmte der Marktrat zu. Weiterhin gab Bürgermeister Konrad Kiener bekannt, dass die Bauarbeiten für die Erneuerung der Paul-Schiedt-Straße an die Firma Baumer aus Oberviechtach zum Angebotspreis von 1403771 Euro vergeben worden sind. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich Anfang Oktober.

Marktrat beschließt Straßensanierung

Wernberg-Köblitz

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