05.09.2018 - 14:39 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Für Africa Luz beim Pirker Kreisel Wind und Wetter getrotzt

Seit 2003 drehen Radler und Läufer alljährlich beim Pirker Kreisel ihre Runden. Trotz windig-kühlen Regenwetters gingen heuer 156 Teilnehmer an den Start. Sie ersportelten 4 000 Euro für Africa Luz.

Trotz widriger Wetterbedingungen war der „16. Pirker Kreisel“ ein Erfolg. 156 Teilnehmer ersportelten dank der Sponsoren und der Scheffmann-Spende die Summe von 4000 Euro. Den Spendenscheck übergaben Kreisel-Gründer Josef Böller (Mitte) und Stefan Schlögl (rechts daneben) an Prof. Dr. Dieter Dausch (Fünfter von rechts), den Africa-Luz-Vorsitzenden. Mit im Bild: Chef-Organisatorin Bärbel Birner (Vierte von rechts).
von Werner SchulzProfil

Die Benefiz-Sportveranstaltung - vor 15 Jahren von sieben bierseligen Hirschauern ins Leben gerufen - stand wieder unter dem Motto "Fitness bringt Licht nach Nepal". Start und Ziel des 29,5 Kilometer langen Rundkurses war wie gewohnt bei der Firma Hydraulik Schlögl in Wernberg-Unterköblitz. Sie stellt ihr Werksgelände dafür seit 14 Jahren kostenlos zur Verfügung. Der nahezu steigungsfreie, für alle Altersklassen zu bewältigende und gut ausgeschilderte Rundkurs führte von Unterköblitz über Grünau, Luhe am Forst, Oberwildenau, Sperlhammer, Rothenstadt, Pirk, Luhe-Wildenau und Oberköblitz zurück zum Ausgangspunkt. 152 der 156 Sportlerinnen und Sportler bewältigten die Strecke per Fahrrad. Sie schafften zusammen 342 Runden und damit 10 089 Kilometer. Die Rollerski fahrenden Brüder Jacob und Elias Lauerer (je eine Runde) steuerten 59 Kilometer zur Gesamtstrecke von 10 207 Kilometern bei, Fußgänger Wolfgang Kredler und Inliner Uwe Voigt je 29,5 Kilometer. Für alle hatten am Morgen noch akzeptable äußere Bedingungen geherrscht. Ab 14 Uhr machte der andauernde Nieselregen weitere Starts fast unmöglich. Nur einige ganz Hartgesottene stiegen noch einmal in den Sattel.

Die größte Ausdauer bewiesen Hans Pfab und Günter Enderer mit je sieben Runden (je 206,5 Kilometer). Seit Einführung des Pirker Kreisels war Maria Scheffmann Jahr für Jahr die Starterin mit dem größten Stehvermögen. Sie fehlte urlaubsbedingt. In ihrer Abwesenheit erwiesen sich Julia Mändl, Anna Lena Epp, Irmgard Dolles, Manuele Richter und Christa Mattes mit jeweils vier Runden (118 Kilometer) als ausdauerndste Radlerinnen. Als älteste Teilnehmer gingen Herbert Herrmann, Ida Knietsch-Hammer und Marianne Stauber auf die Strecke, alle drei bereits 81 Jahre alt. 80 Jahre jünger war die jüngste im Feld Valentina Haas. Die Einjährige legte den Rundkurs allerdings im Fahrradanhänger zurück. Der siebenjährige Niklas Blaschke trat dagegen selber in die Pedale.

Am Ende seiner Radltour konnte jeder ein von Africa Luz spendiertes Halstuch mit der Aufschrift "Pirker Kreisel" als kleine Anerkennung in Empfang nehmen. Vor allem die Firma Hydraulik Schlögl, das Augenlaser-Zentrum Amberg und die Bäckerei Brunner sowie weitere Sponsoren hatten die Veranstaltung unterstützt. Die Mädels der Augenpraxis-Klinik und einige Hirschauer Frauen trugen mit dem Kuchenbüffet ebenfalls zum Erfolg bei. Sponsorengelder und der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee, Kuchen, Getränken, Wurst- und Käsesemmeln sowie Wiener Würstl ergaben eine Summe von 3150 Euro. Diese wurde von Jürgen Scheffmann, der wie seine Frau Maria urlaubsbedingt fehlte, mit einer 850-Euro-Spende auf glatte 4000 Euro aufgestockt. Er hatte das Geld anlässlich seines 60. Geburtstag für Africa Luz gesammelt. Insgesamt haben die "Pirker Kreisler" nun 30 432 Euro für Africa Luz gespendet.

Der Kreisel-Gründer und vormalige Organisator Josef Böller übergab den Spendenscheck im Namen der jetzigen Chef-Organisatorin Bärbel Birner an Professor Dr. Dieter Dausch, den Africa-Luz-Vorsitzenden. Dessen Dank galt allen Teilnehmern, Sponsoren und Helfern, allen voran Bärbel Birner und der Familie Schlögl. Den Erlös werde man für die Projekte in Sauraha-Bachhjauli verwenden. Sauraha ist ein Ort in Nepal im Distrikt Chitwan der Verwaltungszone Narayani. Er wird durch den westlich des Ortes liegenden Fluss Rapti vom Chitwan-Nationalpark getrennt. Das Dorf ist stark vom Tourismus geprägt

Prominentester unter den 156 Teilnehmern beim Pirker Kreisel war der Extrem-Radfahrer Wolfgang Stöckl. Der einarmige Sportler, der zwei Kreisel-Runden absolvierte, machte im Juli Schlagzeilen, als er von Rothenstadt bis zum Nordkap radelte und in 16 Tagen 3424 Kilometer zurücklegte. Chef-Organisatorin Bärbel Birner (r.) und Annemarie Brandl (Mitte) waren sich sicher, dass Stöckl damit als Mensch mit Behinderung etwas geschafft, was ihm keiner so schnell nachmacht.

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