Die „Location“ ist schon sehr urig. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt, wenn man nach dem romantischen Hohlweg den großen Hof des ehemaligen Pfarrhofs betritt. Vor dem Konzert kann man in Ruhe unter dem riesigen Baum sitzen und bei einem Glas Wein die Ruhe genießen. Durch den Verkaufsraum für Kaffee betritt man den „Konzertsaal“, ein ehemaliger Stall mit herrlichem barockem Tonnengewölbe, in das immer wieder der Duft von frisch geröstetem Kaffee hereinströmt.
Die Band marschiert spielend ein mit dem humorigen „Muppet Show Theme“ und verbreitet damit gleich eine lockere Atmosphäre. „Die etwas andere Band“, wie sich die Mitglieder selbst bezeichnen, ist eine nicht alltägliche Formation. Sie besteht aus vier Saxofonen unterschiedlicher Größe und Tonlage, die sehr stark geprägt wird von Alois Träger mit seinem tiefen Baritonsaxofon. Die mittleren Tonlagen liefern Reinhard Roth mit dem Tenorsaxofon. Das Altsaxofon spielt Thomas Kurzka. Die hohen Melodietöne und oft auch die Melodie, bringt Günter Geiß mit seinem Sopransaxofon. Da die Rhythmusgruppe in der Band vollkommen fehlt, ergibt das ein sehr eigentümlich monochromes Klangbild.
Auf dem Programm stehen vorwiegend Arrangements aus den unterschiedlichen Stilarten und Epochen des Jazz von Komponisten wie George Gershwin, zum Beispiel „Love is here to stay“, Thelonius Monk („Blue Monk“) oder dem deutschen Zeitgenossen Gerhard Wiebe mit „Hit me“. Besonders gut kommen beim Publikum Bearbeitungen von bekannte Melodien, wie der Ragtime "The Entertainer" (Scot Choplin), „Tango de Choclo“ (Angel Villoldo), „When I`m Sixty Four“ (The Beatles) oder Henri Mancinis „Big Panther“ an, bei dem die Zuhörer mit den Fingern mitschnippen. Das berühmte Stück „Sir Duke“ von Stevie Wonder wird als eine der Zugaben gespielt, um die die Saxophon-Brüder nicht herumkommen.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.