18.04.2021 - 09:35 Uhr
WiesauOberpfalz

Besonderes Jahr mit vielfältigen Einsätzen für das BRK Wiesau

Robert Wolfrum ist als Bereitschaftsleiter des BRK Wiesau im Amt bestätigt worden. Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien blickt er auf die Rotkreuz-Arbeit im vergangenen Jahr zurück und dankt für die tatkräftige Unterstützung.

Das neue Fahrzeug der „Helfer vor Ort“ (HvO) wurde im Februar vergangenen Jahres beim Rathaus gesegnet und in Dienst gestellt. „Wir hatten einfach nur Glück und konnten diesen Termin noch rechtzeitig durchziehen“, betont Bereitschaftsleiter Robert Wolfrum in Bezug auf die danach folgende Pandemie.
von Werner RoblProfil

Die Corona-Pandemie hat maßgeblich auch das Vereinsjahr der BRK-Bereitschaft Wiesau geprägt. Bereitschaftsleiter Robert Wolfrum gab jetzt im Gespräch mit Oberpfalz-Medien einen Rückblick auf die Ereignisse und die vielfältigen Tätigkeiten. Dabei kam er auch auf die Jahreshauptversammlung zu sprechen, die eigentlich für März 2021 geplant war. Die Neuwahlen wurden dennoch durchgezogen, wenn auch in anderer Form: „Wir ermöglichten den Mitgliedern, auch ohne Versammlung, das Führungsteam neu zu bestimmen“, informierte Wolfrum.

Zuvor habe man die Mitglieder schriftlich darüber unterrichtet, welche Kandidaten ihre Bereitschaft signalisiert hatten, sich dem Führungsgremium anzuschließen. „Zudem konnte jedes Mitglied, entweder per Mail oder telefonisch, Anregungen oder Einwände zur künftigen Leitung der Bereitschaften vorbringen“, so Wolfrum. „Nachdem die zweiwöchige Frist abgelaufen war und keine Einwände geltend gemacht wurden, galten die Vorschläge als angenommen.“

Das Führungsgremium wurde für vier Jahre gewählt. Als Bereitschaftsleiter bleibt Robert Wolfrum im Amt, seine Stellvertreter sind Fabian Krämer und Richard Meierl. Die Aufgaben der Leiterin für soziale Aufgaben legte man in die Hände von Cornelia Klarner, die diesen Bereich zuvor schon betreute. Vertreten wird sie von Johanna Krämer und Petra Meierl. Als Bereitschaftsärzte fungieren der Facharzt für Allgemeinmedizin Reiner Karban und Internist Bernhard Buhr (beide aus Wiesau). Zuständig für die Breitenausbildung sind Wilfried Arnold, Ralf Arnold und Doris Gurdan.

Schnelle Ersatzbeschaffung

"Bald wurde uns klar, dass 2020 kein normales Jahr werden sollte", berichtete Robert Wolfrum rückblickend auf den Beginn des vergangenen Jahres. Noch bevor die Pandemie die Region erfasste, konnte man das neue Einsatzfahrzeug der Helfer vor Ort (HvO) segnen lassen und in Dienst stellen. Wolfrum betont, dass diese schnelle Ersatzbeschaffung aufgrund der großartigen Unterstützung durch örtliche Firmen, die Marktgemeinde Wiesau, Vereine und die Bevölkerung möglich geworden sei. "Dafür nochmals vielen Dank an alle, die damit ihre Wertschätzung für die Arbeit der Helfer vor Ort unter Beweis gestellt haben", so Wolfrum. Trotz einer coronabedingten Zwangspause für das HvO-Team kamen bis zum Jahresende 259 Einsätze und 214 Einsatzstunden zusammen.

Lunchpakete für Blutspender

Nachdem das öffentliche Leben gestoppt und alle Veranstaltungen abgesagt waren, kamen auch die gewohnten Sanitätsdienste zum Erliegen. Für die Breitenausbildung - Erste-Hilfe-Kurse für Führerscheinneulinge und betriebliche Ersthelfer - bot man 21 Kurse an. Wolfrums Dank gilt allen Ausbildern, die ihre Kurse der Corona-Lage anpassen mussten. Unter Hygiene- und Sicherheitsauflagen konnten insgesamt vier Blutspendetermine stattfinden. "Die nach dem Spenden gerne angenommene Verköstigung fiel der Pandemie zum Opfer", bedauerte Robert Wolfrum. Das BRK entschied sich für eine Brotzeit-Alternative: "Wir bereiteten Lunchpakete vor, um sie den Blutspendern mit nach Hause zu geben." Als "schmerzlich und sehr bedauerlich" bezeichnete Wolfrum jedoch die vom BRK-Blutspendedienst veranlasste Absage eines bereits geplanten Termins.

Als nächsten Punkt beleuchtete Wolfrum den Betreuungsdienst. Die Einsatzgruppe war beim Großbrand in Altmugl und bei einer Vermisstensuche in Liebenstein gefordert. Für eine geplante Bombenentschärfung in Weiden stand man in Alarmbereitschaft. Mitglieder der Wiesauer Bereitschaft kamen auch bei der Betreuung der Teststrecken-Samstage am Parkplatz des Stiftland-Gymnasiums in Tirschenreuth und auch beim Einrichten des Behelfskrankenhauses in Waldsassen zum Einsatz. Nicht unerwähnt ließ Wolfrum zudem die Mithilfe bei der Beschaffung von Material für die Pandemie-Bekämpfung. Nicht zuletzt erwähnte der Bereitschaftsleiter die Unterstützung bei der Verteilung von Mund-Nase-Masken im Gemeindegebiet in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr.

Tests im Seniorenheim

Vor Ort war der Betreuungsdienst auch bei der Mittagessenausgabe im Feuerwehrhaus: Rund acht Wochen lang war dort im vergangenen Jahr die Einsatzzentrale des Katastrophenschutzes untergebracht. Nachdem man Wiesau auch als Teststandort für die Landkreisstudie ausgewählt hatte, war das örtliche BRK auch hier gefordert. "Während der Durchläufe wurden die Teams der Erlanger und Regensburger Universitäten tatkräftig unterstützt", berichtete Wolfrum. Rund um Weihnachten unterstützte die Bereitschaft auch das Seniorenpflegeheim "Haus Steinwaldblick" bei der Testung von Besucher.

Abschließend richtete Wolfrum Dankesworte an alle BRK-Mitglieder die sich 2020 trotz der angespannten Lage tatkräftig eingebracht haben. Ein Dank im Namen der gesamten BRK-Bereitschaft ging auch an das Schulhausmeister-Ehepaar Kohl, an die Leitung der Grund- und Mittelschule sowie an alle Gönner und Förderer für die finanzielle oder tatkräftige Unterstützung der Rotkreuz-Arbeit.

Eine Bilanz zog auch die BRK-Bereitschaft Mitterteich

Mitterteich
Robert Wolfrum (rechts) übernahm für weitere vier Jahre das Amt des Bereitschaftsleiters des BRK Wiesau. Hier ein Archivfoto mit dem BRK-Kreisvorsitzenden Franz Stahl (links) und dessen Stellvertreter, Wiesaus Bürgermeister Toni Dutz, aus dem Jahr 2020.
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