11.03.2020 - 11:55 Uhr
WiesauOberpfalz

Emila Müller: "Ohne Frauen ist kein Staat zu machen"

Emilia Müller war lange Zeit in der Politik tätig. 2018 wurde sie zur Landesvorsitzenden des Katholischen Frauenbundes gewählt. Wie sie in Wiesau betonte, sei sie auch weiterhin bestrebt, die Interessen der Frauen zu vertreten.

Emilia Müller freute sich über die Geschenke, die ihr Zweite Vorsitzende Gabi Bächer und Vorsitzende Brigitte Weig (von rechts) überreichten. Über den Besuch freuten sich auch Toni Dutz, Irmgard Hegen, Rita Korb (von links) und Elsa Bächer (Dritte von rechts).
von Werner RoblProfil

Emilia Müller war lange in der Politik tätig. 2018 wurde sie zur Landesvorsitzenden des Katholischen Frauenbundes gewählt. Wie sie in Wiesau betonte, sei sie auch weiterhin bestrebt, die Interessen der Frauen zu vertreten.

"Ich war in vielen Ämtern tätig. Jetzt habe ich die Hüte gewechselt", erklärte die Oberpfälzerin mit Blick auf ihre Aufgaben als Landesvorsitzende. Die in Bruck lebende Mutter von zwei erwachsenen Söhnen folgte einer Einladung des Zweigvereins zum Frauenfrühstück und betonte dabei: "Ohne Frauen ist kein Staat zu machen." Dazu eingeladen war auch die Wiesauer Frauen-Union, die den Anlass nutzte, ihre Marktratsbewerberinnen Rita Korb und Elsa Bächer vorzustellen.

Politik gemeinsam machen

Beeindruckt vom Zuspruch im Restaurant "Holzfellas" lobte Emilia Müller den Zweigverein Wiesau mit seiner "couragierten Vorsitzenden" Brigitte Weig und ihrem Team: "Diese Frauen muss man einfach unterstützen." Ihr Vortrag gestaltete sich zu einem Bekenntnis für die Arbeit der Frauen daheim, in der Gesellschaft, aber auch in der Politik. "Es ist gut, wenn Politik gemeinsam gemacht wird. Es gibt keine nur für die Männer und ebenso auch nicht nur für die Frauen. Es gibt keine nur gute und nur schlechte Politik", betonte der Gast.

Für Predigt und Ämter geeignet

Frauen seien gefordert, ihre Sichtweisen einzubringen. "Wenn man will, dass Frauen mitentscheiden, muss man sie auch wählen", sagte die Rednerin, die bis 2018 Sozialministerin in Bayern war. Folgen ließ sie die Forderung, dass Frauen in der Kirche mehr Gewicht bekommen müssen: "Sie sind im Stande, zu predigen und durchaus qualifiziert ein Amt zu übernehmen."

Das Thema, dass ohne Frauen kein Staat zu machen sei, sei für den Frauenbund und auch die Frauen-Union schon immer ein großes Anliegen gewesen. "Lassen Sie sich in der Sache nicht beirren. Denken Sie positiv. Lassen Sie sich nicht nach unten ziehen!", ermunterte sie die Zuhörerinnen. Frauen setzten Ideen um, schafften Beständigkeit und Raum für alle, die sich weiblich aktiv einbringen wollten. Müller untermauerte dies anhand eines Beispiels: "Unternehmen, die von gemischten Teams, also Männern und Frauen geführt werden, erzielen im Vergleich mit Unternehmen der gleichen Branche und Größe bessere Ergebnisse." Mittlerweile seien kommunalpolitisch engagierte Frauen keine Exotinnen mehr, erinnerte Müller an die Stadt- und Markträtinnen, Bürgermeisterinnen und Landrätinnen: "Frauen können das." Müller erinnerte an das vor 100 Jahren eingeführte Frauenwahlrecht und die kirchliche Aktivistin und Frauenbund-Gründerin Ellen Ammann, die vor 150 geboren wurde: "Sie war eine Vorreiterin für die Rechte der Frauen." Müller bat die Anwesenden, "authentisch und eine Triebfeder" für ein gutes Miteinander zu bleiben. Die Mitarbeit im Ehrenamt würdigte auch Bürgermeister Toni Dutz und empfahl: "Halten wir zusammen." KDFB-Vorsitzende Brigitte Weig dankte der Rednerin mit einem Geschenk.

Emilia Müller machte Mut: „Frauen können das und stehen ihre Frau“, sagte sie vor den Mitgliedern des Frauenbundes und der Frauen-Union.
Die Landesvorsitzende des Katholischen Frauenbundes, Emilia Müller, war Gast im Restaurant "Holzfellas", um dort über die Rolle der Frau zu sprechen.
Plaudern, zuhören und dazu frühstücken: Mit dem Frauenfrühstück und ihrem Gast Emilia Müller hatte der Katholische Frauenbund das Interesse geweckt.

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