06.12.2019 - 11:54 Uhr
WiesauOberpfalz

Die Freien Wähler treten mit 16 Kandidaten an

Sie wollen die positive Entwicklung Wiesaus vorantreiben: Die Freien Wähler präsentieren eine Liste mit 16 Bewerbern für die Gemeinderatswahl. Hinter ihren Gestaltungswillen setzen sie mit einer Ankündigung ein Ausrufezeichen.

16 Kandidaten aus den Reihen der Freien Wähler stellen sich am 15. März zur Wahl. Für die Bereitschaft, ein kommunalpolitisches Ehrenamt anzutreten, dankte FW-Landratskandidat Ely Eibisch (vorne, Fünfter von rechts).
von Werner RoblProfil

FW-Vorsitzender Thomas Streber ließ mit einer Nachricht aufhorchen: Die Freien Wähler Wiesau wollen auch einen Bürgermeisterkandidaten stellen. Einen Namen nannte er aber noch nicht. Ins "Sportzentrum" kamen am Mittwochabend nicht nur Mitglieder der Freien Wähler und interessierte Gemeindebürger. Der Einladung folgte auch der Landratskandidat der Freien Wähler, Ely Eibisch aus Kaibitz bei Kemnath. Mit Blick auf die Vorschläge bei der Nominierung zur Gemeinderatswahl zeigte sich der 51-jährige Landwirt, Gastwirt und Kreisobmann des Bayerischen Bayernverbandes erfreut über die Bereitschaft, sich um ein kommunalpolitisches Ehrenamt zu bewerben. Das Mandat biete die Möglichkeit etwas voranzubringen. "Das Ehrenamt ist der Grundstock unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens."

Barrierefreier Bahnhof

Einer der Schwerpunkte seiner Rede bei der Nominierungsversammlung war der Blick ins Wiesauer Gemeindeleben mit seinen "Besonderheiten". Eibisch machte sich für die Berufsschule, den barrierefreien Umbau des Bahnhofs, zudem für das interkommunale Gewerbegebiet stark. "Wir brauchen Industrieflächen, aber auch Baugrundstücke, um die Menschen in der Region halten zu können." Als Agrarfachmann liege ihm die Landwirtschaft am Herzen, erklärte Eibisch an anderer Stelle. "Wir müssen sie in ihrer Vielfalt fördern." Man müsse aber auch die touristischen Potenziale der Region nutzen. "Was hat der Bayerische Wald, was wir nicht haben?" Einbinden müsse man auch die Jugend, so Ely Eibisch, der sich für ein Jugendparlament aussprach.

Eibisch, der sich und seine Ziele umfassend vorstellte, ist Mitglied der Feuerwehr Löschwitz-Kaibitz und des dortigen Schützenvereins. Seit 2012 übt er das Amt des Kreisobmanns des Bauernverbandes aus. "Einen Ausgleich verschafft mir - neben der Familie - auch die Musik und die Jagd." Eibisch ist Hornmeister bei den Kaibitzer Jagdhornbläsern, wirkt im Kemnather Stadtrat, zudem auch im Kreistag. "Die Arbeit muss man mit Leidenschaft machen", fasste der Landwirt zusammen. "Um die Aufgaben bewältigen zu können, braucht man aber auch einen Rückhalt. Den spüre ich daheim und draußen." Sein Ziel sei es Landrat zu werden, um "den Landkreis zu gestalten."

Auf Augenhöhe

Im Grußwort betonte der Gastredner: "Ein Landkreis lebt durch die Menschen, die ich an einen runden Tisch setzen möchte, um wichtige Themen auf Augenhöhe und gemeinsam zu erörtern." Einführen möchte Eibisch auch eine Bürgersprechstunde. "Sollte ich Landrat werden, wird ein generationsübergreifendes, produktives Netzwerk geschaffen", so Ely Eibisch. "Wiesau liegt in der Landkreismitte", fokusierte Eibisch wieder auf den Nominierungsabend und gratulierte den Bewerbern für die Kommunalwahl zu ihrer Entscheidung. "Auf euch warten viele Themen", mahnte der Redner, diese auch anzugehen und im Fall einer Wahl mit den Markträten anderer Fraktionen geschlossen auf den Weg zu bringen. "Redet nicht übereinander, sondern miteinander", mahnte der Kaibitzer. "Setzt euch an einen Tisch." Das bekräftigte Franz Dürrschmidt, der sich bei Eibisch für das Kommen bedankte. Mit Blick auf die Arbeit im Kreistag sagte der Wiesauer: "Im Gremium wird nicht auf die Partei geachtet, sondern zum Wohl der Bürger im Landkreis gearbeitet."

Hintergrund:

Die Bewerber der FW

1. Markus Schäffler, 2. Thomas Streber, 3. Franz Dürrschmidt, 4. Manfred Vollath, 5. Harald Gleißner, 6. Tanja Hechtl, 7. Eckbert Vollath, 8. Karl Polster, 9. Andreas Schuller, 10. Dennis Lauton, 11. Andreas Käs, 12. Jürgen Stöckl, 13. Stefan Brandl, 14. Fabian Stock, 15. Katrin Lauton, 16. Johann Weig. Als Ersatzkandidaten wurden Helmut Gleißner und Christian Köstler nominiert. (wro)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.