01.11.2020 - 14:03 Uhr
WiesauOberpfalz

Die Grabgebühren am Wiesauer Friedhof steigen

Die Gemeinde Wiesau dreht an der Gebührenschraube. Geschlossen einigten sich die Markträte auf eine Anpassung der Friedhofsgebühren. Die geänderte Satzung tritt Anfang des kommenden Jahres in Kraft.

Zum Jahreswechsel steigen die Grabgebühren am Wiesauer Friedhof.
von Werner RoblProfil

Verteilt auf rund 3600 Quadratmeter reihen sich aktuell 1252 Gräber, in verschiedenster Form, am Wiesauer Friedhof aneinander. Der deutliche Trend zu kleineren Ruhestätten oder Urnengräbern, zudem die vermehrte Auflösung älterer Grabstätten machen es der Marktgemeinde nicht gerade leicht, kostendeckend zu arbeiten. Zudem habe man am Kreuzberg viel Geld investiert, verwies Zweiter Bürgermeister Michael Dutz auch auf die zuletzt getätigten Ausgaben, „um die Anlage instand zu halten“. Die vorgestellte Neukalkulation und die dazu notwendige Neuformulierung der Satzung, die „eh fällig war“, nannte er daher einen „ganz normalen Vorgang.“

Neben der Anpassung der Grabkosten sei laut Dutz auch eine „geringfügige Erhöhung“ für die Gebühren der Leichenhausbenutzung und eine Anpassung bei den Leistungen des Bestattungsinstitutes zu erwarten. Die neue Satzung und die aktuell ermittelten Zahlen stellte Michael Dutz den Markträten vor, um dann darüber abstimmen zu lassen. Das Ergebnis war einstimmig. Die neuen Gebührensätze und die damit verbundene Satzung treten am 1. Januar kommenden Jahres in Kraft und gelten bis 2024.

Die Beseitigung einer Eiche vor wenigen Tagen in Schönfeld sorgte für Wirbel (wir berichteten). Jetzt forderte Marktrat Franz Dürrschmidt (Freie Wähler), dem die Aktion ebenfalls sauer aufstieß, eine Aufklärung. „Wer hat die Fällung der 100-jährigen Eiche in Schönfeld veranlasst und warum?“ Michael Dutz wollte sich dazu aber nicht äußern. „Es wäre gut, wenn wir die Frage auf einen späteren Zeitpunkt verschieben könnten“, verwies der Zweite Bürgermeister auf die derzeitige Abwesenheit von Erstem Bürgermeister Toni Dutz, der im Krankenstand ist. Seiner Meinung nach sollte man dem Gemeindeoberhaupt die Möglichkeit geben, dazu persönlich Stellung zu nehmen. Eine Diskussion in Abwesenheit des Gemeindechefs sei nicht sinnvoll, bat Michael Dutz den FW-Marktrat um Geduld, bis Toni Dutz ins Rathaus zurückgekehrt sei. Dürrschmidt – ohne weitere Worte zu verlieren – akzeptierte den Vorschlag.

Die Mitglieder des Ausschusses für kreisangehörige Verbandsmitglieder des Bayerischen Städtetags wählten Wiesaus Ersten Bürgermeister Toni Dutz kürzlich in der konstituierenden Sitzung zum Vorsitzenden. „Die Nominierung erfolgte einstimmig und daher auch parteiübergreifend“, informierte Zweiter Bürgermeister Michael Dutz in der Sitzung des Wiesauer Marktgemeinderates. Der Ausschuss für kreisangehörige Verbandsmitglieder ist einer von 13 Ausschüssen des Bayerischen Städtetags. Er tagt in der Regel viermal pro Jahr und beschäftigt sich mit der ganzen Bandbreite kommunaler Themen. Es handelt sich dabei um einen vorbereitenden übergreifenden Ausschuss, der im Bayerischen Städtetag vor allem den kleineren Kommunen Gehör verschaffen soll. In diesem Ausschuss hat noch ein weiterer Vertreter aus dem Landkreis Tirschenreuth Sitz und Stimme: Dies ist der Waldsassener Bürgermeister Bernd Sommer, gleichzeitig Sprecher der CSU-Kreistagsfraktion im Landkreis Tirschenreuth.

Hier ein weiterer Bericht zur Sitzung des Marktgemeinderats Wiesau

Wiesau
Auf dem Friedhof ist fast immer was zu tun. Hier säubert ein Mitarbeiter des Wiesauer Bauhofs den Christus-Korpus am Metallkreuz.
Die neuen Grabgebühren:

Für den Kalkulationszeitraum 2021 bis 2024 ergeben sich folgende Jahresgebühren: Urnengräber 92 Euro (bisher 45 Euro), Urnenfeld 67 Euro (54 Euro), einstellige Gräber 57 Euro (45), zweistellige Gräber 114 Euro (91 Euro), dreistellige Gräber 171 Euro (136 Euro), vierstellige Gräber 228 Euro (182 Euro), Gruft zweistellig 228 Euro (182 Euro), Gruft dreistellig 342 Euro (273 Euro), anonymes Urnenwiesengrab 17 Euro (16 Euro).

Unverändert mit 28 Euro bleiben die Gebühren für Kindergräber. Neu hinzugekommen ist die Gebühr für eine einstellige Gruft, für die 114 Euro in Rechnung gestellt wird.

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