04.07.2019 - 14:48 Uhr
WiesauOberpfalz

Imkersonntag lockt an den Kreuzberg

Die nützlichen Insekten, die Florian Beer unter seiner Obhut hat, besitzen zwar einen Stachel. "Sie sind aber brav", erklärte der Bienenfreund, der zusammen mit dem Imkerverein zum "Tag des offenen Bienenhauses" eingeladen hatte.

Zweiter Vorsitzender Florian Beer (rechts) hat sich am Kreuzberg ein schönes Bienenreich geschaffen, in dem sich vieles um den Honig dreht und die Natur im Mittelpunkt steht.
von Werner RoblProfil

Dort, wo früher einmal das alte Rathaus stand, befindet sich heute ein Wohnhaus, zu dem auch ein gepflegter Garten gehört. Dort hat der Zweite Vorsitzende des Imkervereins Wiesau-Schönhaid, Florian Beer, ein schmuckes Bienenreich geschaffen, wo an zahlreichen Fluglöchern emsiges Treiben herrscht. Zählen kann man die vielen Bienen freilich nicht, die in Fachkreisen Buckfast- oder Carnicabienen genannt werden. Auf einem großen Schild ist zu lesen, dass man wegen der Insekten vorsichtig sein und als Allergiker sogar Abstand nehmen sollte. Florian Beer konnte die Besucher aber beruhigen: "Meine Bienen stechen eher selten."

Sommerlich heiß war es an diesem besonderen Sonntag, an dem sich alles um die kleinen Sammler und den Honig drehte. Die hohen Temperaturen waren wohl der Grund, dass diesmal deutlich weniger Interessierte kamen als in den vergangenen Jahren. Diejenigen, die da waren, erfuhren nicht nur viel Wissenswertes, sondern durften auch einiges selbst ausprobieren. So konnte man eine Kurbel bedienen, um frischen Honig zu schleudern. Kostproben waren natürlich erwünscht.

Florian Beer ist stolz auf seine Bienen und das, was sie produzieren, schließlich darf der Kreuzberg-Honig das Prädikat "Gold" tragen. Damit wurde bestätigt, dass der Honig zu den besten Bayerns gehöre. Auch die Ware seiner Imker- und Vereinskollegen hat Prädikate bekommen. In der Bienenbehausung hat Beer eine kleine "Forschungsanstalt" eingerichtet. Durch das Mikroskop konnten die Besucher winzige Blütenpollen, die von einem nahen Rapsfeld stammten, etwas genauer betrachten. Zudem durften Honigwaben bestaunt werden.

Fragen beantwortete Vorsitzender Hubert Greil, der auch das neu erworbene Zubehör vorstellte und die Handhabung des Vereinseigentums erklärte. Gekauft hat man es sich mit Hilfe von Fördergeldern, so dass man erfolgreich arbeiten und qualitativ hochwertigen Honig anbieten könne. Zufrieden sei man auch mit der Nachwuchsarbeit, wie an anderer Stelle zu hören war. Das Interesse sei steigend - und zwar nicht erst seit dem Volksbegehren zur Rettung der Bienen. An einem Kaffee- und Kuchenstand war für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Und man konnte den "Tag des offenen Bienenhauses" auch nutzen, um leere Honiggläser gegen volle einzutauschen. An gefüllten Gläsern, versehen mit dem bekannten "Echter-Deutscher-Honig"-Etikett", das auch den Namen und die Anschrift des Imkers zeigt, herrschte kein Mangel.

Wer wollte, konnte sich Blütenpollen durch ein Mikroskop vergrößert anschauen.
Frischen Honig schleudern und danach probieren: die Urlaubsgäste, die derzeit in Wiesau weilen, waren vom „Bienenhaustag“ sichtlich begeistert.
Vorsitzender Hubert Greil erläuterte Sinn und Zweck der neuen Geräte, die sich der Imkerverein vor einigen Monaten angeschafft hat.
"Tag des offenen Bienenhauses" am Wiesauer Kreuzberg.
"Tag des offenen Bienenhauses" am Wiesauer Kreuzberg.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.