18.08.2019 - 14:03 Uhr
WiesauOberpfalz

Lummerländer in der Bücherei

Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ komplett und in nur 70 Minuten vorlesen? Das geht tatsächlich. Wie, das weiß ein „Lummerländer Lokomotiv-Fachmann“, der zum Ferienprogramm in die Gemeindebücherei gekommen war.

Werner Robl schlüpfte in die Rolle des Lummerländer Lokführers Lukas, um in der Gemeindebücherei aus Michael Endes Kinderbuch vorzulesen.
von Externer BeitragProfil

Die Idee für eine Buchlesung im Rahmen des Ferienprogramms war bereits beim "Tag der offenen Tür" der Gemeindebücherei zusammen mit Bürgermeister Toni Dutz und Margot Konz entstanden. Mit Werner Robl konnte dazu ein erfahrener Mann gewonnen werden. Dieser hat, nachdem man ihn deswegen im Frühjahr angesprochen hatte, spontan zugesagt. Von ihm stammte dann auch der Gedanke, das Kinderbuch "Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer", das Michael Ende 1960 geschrieben hat, komplett vorzustellen. Kein leichtes Unterfangen, schließlich sollte, wie der Fuchsmühler anbot, die bunte Geschichte von Anfang bis zum Ende und nicht nur in Ausschnitten erzählt werden.

Wie Robl dies gelang, erfuhren ein Dutzend Buben und Mädchen und auch das Büchereipersonal, die alle gespannt der bild-, wort- und gestenreichen Erzählung lauschten. Mitgebracht hatte Werner Robl auch seine handgefertigte Tenderlok "Emma", die - im Miniaturformat und maßstabsgetreu - normalerweise seinen Bücherschrank ziert.

Für rund 70 Minuten schlüpfte der 61-jährige Autor und freie Journalist in die Rolle des dicken und gemütlichen, vor allem aber kinderfreundlichen Lummerländers, der - manchmal auch im Dialog mit den Zuhörern - nicht nur Jim Knopf, sondern auch die Kinder und die größeren Zuhörer auf eine lange und abenteuerliche Reise in die Kummerländer Drachenstadt einlud. Dort galt es, die Schüler zu befreien, die von einer unsympathischen Drachendame unterrichtet und gefangen gehalten werden. Am Ende - glücklich wieder "zu Hause" angekommen - war tatsächlich alles erzählt, nichts fehlte. Und die Kinder hatten nicht nur die Krämerin, Frau Waas, Herrn Ärmel oder König Alfons, den Viertel vor Zwölften, sondern auch einen freundlichen Scheinriesen, die Prinzessin Li Si und noch einiges mehr kennengelernt.

Am Ende wurden die Kinder, die mucksmäuschenstill gelauscht hatten, mit Urkunden, Ausmal- und Ausschneidebögen sowie einem Eis belohnt. Lok "Emma" nahm Robl wieder mit nach Fuchsmühl. In der Bücherei aber ließ er das Versprechen, bald mal wiederzukommen, um ein anderes Buch für Kinder oder Erwachsene auch oder eines seiner Werke persönlich vorzustellen bzw. Lesern ans Herz zu legen.

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