09.10.2020 - 14:07 Uhr
WiesauOberpfalz

Marktrat beschließt eingeschränktes Halteverbot

Parkende Autos in der Sommerstraße sorgten immer wieder für Behinderungen. Die Wiesauer Marktgemeinderäte reagierten und stimmten für ein Halteverbot.

Behinderungen in der Sommerstraße waren Anlass für einen Ortstermin, dem ein einstimmiger Beschluss im Marktrat folgte. Die Verbotsschilder sind bereits aufgestellt und zeigen Wirkung.
von Werner RoblProfil

„Das Fahrzeugaufkommen nimmt immer mehr zu. Beidseitig parkende Autos sorgen immer wieder für Probleme, besonders beim Einsatz des Rettungsdienstes“, schilderte Bürgermeister Toni Dutz die Lage in der Wiesauer Sommerstraße. Um sich davon ein Bild zu verschaffen, fand Ende September auch ein Ortstermin statt. Von der Verwaltung dazu eingeladen waren die Markträte, Grundstückseigentümer beziehungsweise die Anwohner, um an Ort und Stelle nach einer Lösung zu suchen.

Einstimmig folgten die Markträte jetzt dem Vorschlag, ausgehend von der Bauvereinstraße im Norden der Sommerstraße ein linksseitiges eingeschränktes Halteverbot anzuordnen. „Ich bin der Meinung, dass dies sinnvoll ist“, kommentierte der Bürgermeister die Empfehlung, die auch vom Verkehrssachverständigen der Polizei getragen werde. Dutz versprach, die Straße weiterhin im Auge zu behalten. „Wir müssen überprüfen, wie das Halteverbot in der Praxis ankommt und ob es auch eingehalten wird“, kündigte Dutz eine polizeiliche Überwachung der Regelung an. „Wir bleiben im Dialog“, so Dutz nach dem einstimmigen Votum der Markträte.

Förderprogramm läuft weiter

Das Förderprogramm für den Bau oder Kauf von selbst genutztem Wohneigentum (beziehungsweise um Wohnraum für Kinder zu schaffen – Stichwort Baukindergeld) wird bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Von der Verlängerung, die ab 1. Januar 2021 in Kraft tritt, sei auch die Fördermaßnahme „Nördlich Markplatz“ betroffen, ergänzte der Bürgermeister. Die entsprechenden Richtlinien werde man anpassen. „Damit wollen wir auch weiterhin Anreize schaffen, um in Wiesau zu wohnen“, sagte Dutz zur Verlängerung um weitere zwei Jahre. Nach Angaben aus dem Rathaus wurden bereits 40 Familien (71 Kinder) mit Baukindergeld unterstützt. Die bislang gewährte Förderhöhe bezifferte die Verwaltung auf rund 115.000 Euro seit Einführung am 1. Januar 2012.

Zwölf Baugrundstücke verkauft

Mit Hilfe des gemeindlichen Förderprogramms „Nördlich Marktplatz“ konnten im Zeitraum 2008 bis 2020 insgesamt zwölf Baugrundstücke – davon heuer fünf – verkauft werden, informierte der Bürgermeister an anderer Stelle. Den Förderaufwand bezifferte Dutz auf 126.863 Euro (davon allein in 2020: 52.213 Euro).

Wie Bürgermeister Toni Dutz in der Sitzung anklingen ließ, wurde ein entsprechendes Bundesprogramm auf den Weg gebracht. Pro Kind würden 12.000 Euro als Darlehen gewährt, das in zehn jährlichen Raten zu je 1200 Euro (zinslos) getilgt werden könne. „Das Programm sollte eigentlich Ende des Jahres auslaufen. Es wurde aber um drei Monate verlängert“, freute sich Dutz über die befristete Fortsetzung. Er mahnte aber zur Eile, „um noch in den Genuss der staatlichen Förderung zu kommen.“

„Ein Gewinn“

„Langsam wird's eng“, äußerte sich der Rathauschef abschließend zur Baulandsituation im Ort. „Jeder, der in Wiesau baut, ist für uns ein Gewinn.“ Zweifellos mit ein Grund für die positive Stimmung war die Tatsache, dass vier von den acht freien Arealen nördlich des Marktplatzes vor einigen Wochen für Kaufwillige reserviert wurden. „Das Geld ist gut angelegt“, kommentierte Toni Dutz die gemeindlichen und staatlichen Förderungen, um – wie er betonte – „auf dem Land zu leben“. Die staatlichen Förderungen, die laut seinen Informationen bis 31. März verlängert wurden, bezeichnete er als sinnvoll. Das Votum für die Verlängerung des Förderbudgets erging im Marktrat einstimmig. „Hoffentlich können wir unser Programm, über das wir heute abgestimmt haben, auch weiterhin fortsetzen, um es dann auch nach 2022 anbieten zu können“, fasste der Bürgermeister zusammen.

Hier ein weiterer Bericht aus dem Marktgemeinderat Wiesau

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