08.10.2020 - 10:42 Uhr
WiesauOberpfalz

Solarstrom aus Schönhaid und Fürstenhof

Grünes Licht gibt der Gemeinderat Wiesau für die überarbeiteten Bebauungspläne für die Sondergebiete zur Sonnenenergienutzung "Schönhaid-Ost" und „Fürstenhof“. Einstimmig ist das Votum aber nicht.

Erste Vorarbeiten laufen bei Schönhaid. Hier entsteht die Freiflächen-Photovoltaikanlage „Schönhaid-Ost“.
von Werner RoblProfil

Bereits seit Monaten befasst sich Diplom-Ingenieur Bernhard Bartsch mit den gewünschten Änderungen zweier Bebauungspläne. Die Unterlagen für die geplanten Freiflächen-Photovoltaikanlagen „Schönhaid-Ost“ und „Fürstenhof“ wurden erneut überarbeitet, erklärte Bartsch in der jüngsten Marktratssitzung. „Vor wenigen Wochen wurden sie auch öffentlich ausgelegt.“ Zudem habe man den Trägern öffentlicher Belange die Gelegenheit gegeben, sich dazu zu äußern. „Aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen ergeben sich keine Änderungen“, informierte Bartsch über die Ergebnisse. Als „überschaubar“ bezeichnete er die redaktionellen Anpassungen, die man in beiden Fällen noch einarbeiten müsse.

Zur Sprache kam auch das bereits erstellte Blendgutachten, das für die Anlage bei Fürstenhof in Auftrag gegeben worden war. Bartsch äußerte keine Bedenken und verwies auf die von einer Fachfirma erstellten Messungen. Der Fachberater fasste zusammen und empfahl über die vorhabenbezogenen Bebauungspläne, zudem auch über entsprechenden Satzungen zu beraten. Die Abstimmungen – jeweils einzeln – folgten danach. Vier Markträte – Franz Dürrschmidt (FW), Helmut Oppl, Martin Hecht und Wolfgang Stock (alle CSU) – verweigerten jedoch bei allen zwei Beschlüssen ihre Zustimmung. Mehrheitlich wurden die Bebauungspläne "Fürstenhof" und "Schönhaid-Ost" und die dazugehörigen Satzungen aber dennoch auf den Weg gebracht.

Hier ein weiterer Beitrag zur Diskussion zur Freiflächen-Photovoltaikanlage bei Fürstenhof

Wiesau

„Der Zeitdruck ist hoch. Die Bauwilligen möchten starten“, kommentierte Bürgermeister Toni Dutz die erste Anpassung des Bebauungsplanes für den Kreuzberger „Sonnenhang“. Bernhard Bartsch äußerte sich zu den Gründen für die Überarbeitung: Damit alle Grundstücke in etwa gleich groß sind, war eine Umgestaltung des Wendehammers notwendig. Den neuen Plan legte Bartsch in der Gemeinderatssitzung vor. „Dadurch entfällt aber ein Grundstück im nordöstlichen Teil“, machte er die Räte auf eine Änderung aufmerksam. Die Anzahl der Bauflächen bleibe aber unverändert. „Das Areal fällt nicht weg. Es findet nunmehr im südöstlichen Teil des Baugebietes Platz“, informierte der Fachberater über eine von ihm vorgenommene Verschiebung der Parzellen. Um dies zu realisieren, werde aber eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger der öffentlichen Belange notwendig, so der Diplom-Ingenieur aus Sinzing. „Wir haben nunmehr alles in die Wege geleitet und hoffen, dass wir den geänderten Bebauungsplan so auch verwirklichen können“, fasste Bartsch zusammen. Der Bebauungsplan, um Baurecht zu schaffen, wurde von den Markträten einstimmig befürwortet.

Keinerlei Einwände bestanden gegen den Bauantrag eines Schönhaider Landwirts. Vorgesehen ist die Überdachung eines vorhandenen Fahrsilos in der Gemarkung Schönhaid. Beim Vorhaben – so Bürgermeister Dutz – handle es sich um ein privilegiertes Bauvorhaben gemäß Paragraf 35 Absatz 1 des Baugesetzbuches. Die Markträte äußerten sich dazu nicht. Der Genehmigungsbeschluss erging einstimmig.

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